Mit dem Lottogewinn fängt die Arbeit erst richtig an
Börsen-Zeitung, 9.5.2008
Besitz macht Sorge. Das wussten
schon die alten Philosophen. Aber
wer würde sich nicht gerne sorgen,
wenn ein Anruf der staatlichen Toto-
Lotto-Zentrale den gewohnten Alltag
nachhaltig verändert? 122 neue
Lotto-Millionäre gab es allein 2007.
Aber was tun, wenn der Geldsegen
über einen hereinbricht?
Ein Ehepaar, das sich über den
Lottogewinn von 1 Mill. Euro mächtig
freut, macht sich entsprechende
Gedanken. Als Bankangestellter mit
einem Einkommen von 100 000 Euro
im Jahr weiß der Gewinner, dass die
Summe klug angelegt sein will. Das
Paar verfügt über eine kurzfristige
Liquiditätsrücklage von 6 000 Euro
und hat 50 000 Euro in Aktienfonds
angespart. Für die Altersvorsorge
existieren neben der gesetzlichen
Rente eine Riester-Rente mit Maximalbeitrag
und eine Lebensversicherung
alten Rechts mit einer Ablaufleistung
von 100 000 Euro. Ziel ist es,
bereits mit 60 Jahren in den Ruhestand
zu gehen. Die Eheleute leben
mit ihren zwei Kindern in einer Mietwohnung.
Den Lottogewinn wollen
sie überwiegend konservativ angelegen,
wobei die Sicherung des Einkommensniveaus
im Alter Priorität
hat. Außerdem möchten sie in ein eigenes
Haus umziehen.
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