Thailand erholt sich politisch und wirtschaftlich von den Turbulenzen
des Jahres 2006. Die Börse nimmt die alten Hochs von vor
zehn Jahren ins Visier.
2006 war ein Jahr der politischen und wirtschaftlichen Rückschläge für Thailand. Die Politik
wurde lange von einer Verfassungskrise gelähmt, bis schließlich im September das Militär
putschte und den Premierminister Thaksin Shinawatra absetzte. Die vom Militär eingesetzte
neue Regierung hatte aber zumindest in der Wirtschaftspolitik keinen guten Start. Um eine
weitere Aufwertung des Thailändischen Baht zu verhindern, wurden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Finanzinvestitionen sollten dadurch abgewehrt werden. Die Aktienkurse an der
Börse stürzten daraufhin ab und die Regierung nahm auf Druck der Finanzmärkte Teile der Maßnahmen zurück.
Inzwischen hat sich die politische Lage beruhigt, auch wenn sich die Regierung teilweise mit
heftiger Kritik der Opposition auseinandersetzen muss. Wahlen sind für Ende des Jahres geplant, ein verbindlicher Zeitpunkt wurde bislang jedoch nicht festgesetzt. Dennoch wirkte sich
die wieder gewonnene politische Stabilität positiv auf die Wirtschaft aus. Das Wachstum betrug im ersten Quartal 2007 4,3 Prozent und lag damit über den Erwartungen der Experten.
Prognosen zufolge dürfte das Wachstum auch im Gesamtjahr 2007 über vier Prozent liegen
und sich 2008 auf fünf Prozent beschleunigen. Ein kräftiger Anstieg der Exporte trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Dynamik bei ‑ und das, obwohl der offizielle Kurs des Baht zum US-
Dollar aufwertete. Grund des Aufwertungsdrucks sind die hohen Zuflüsse an ausländischem
Kapital wegen des wieder erstarkten Interesses an Anlagen in Thailand. Der thailändische Aktienindex SET 50 stieg dadurch
auf den höchsten Stand seit zehn Jahren.
Aus dem Inhalt:
- Thailands Börse auf Klettertour
- Absicherung gegen Dollarabwertung
- MINI Futures auf den DAXglobal Asia Index und den Crobex
- Rohstoffaktien steigen
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