Mit der deutlichen Flexibilisierung der öffentlichen Haushalte gegen Ende der 90er Jahre sahen einige Länder recht bald in der flächendeckenden Umstellung ihres Rechnungswesens von der Kameralistik auf die kaufmännische Buchführung den zielführenden Systemwechsel, der in seiner Endausbaustufe die Produktsteuerung via Produkthaushalt vorsieht.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob sich der Paradigmenwechsel zur Doppik derart umfassend, schnell und damit meist kostenintensiv vollziehen muss, oder ob das bisherige kamerale System nicht so überarbeitet und angepasst werden kann, dass einerseits die Mitarbeiter in den Umsteuerungsprozess eingebunden und mitgenommen werden können und andererseits man die teilweise immensen Kostenfaktoren, die aus Steuermitteln finanziert werden müssen, nicht aufwenden muss und man dennoch ‑ zumindest sukzessive ‑ einen Großteil der Steuerungsoptionen erzielt.
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Schäffer-Poeschel Verlags.
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