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Monatlicher Investment Newsletter aktuelle Ausgabe Juli/August 2008:


Inflation fast auf dem Höchststand - Inflationsdruck nimmt rund um die Welt zu

- Wir haben unsere untergewichtete Aktienposition geschlossen

- Niedrige Bewertungen begrenzen Abwärtsrisiko bei Aktien

- Der gegenwärtige Anstieg der Inflationsrate ist vor allem auf die höheren Rohstoffpreise zurückzuführen. Die Gehaltsinflation ist weiter unter Kontrolle. Nach unserem Dafürhalten hat die Arbeitnehmerschaft wohl nicht mehr die Verhandlungsmacht, um eine Lohn-/Preisspirale wie in den 1970er Jahren anzustoßen.

- Die Headline-Inflation in den entwickelten Volkswirtschaften könnte noch etwas steigen, dürfte aber im nächsten Jahr wieder sinken. Die negativen Folgen hoher Erdöl- und Lebensmittelpreise werden nur dann anhalten, wenn der Ölpreis auf ein Niveau von 250 US-Dollar pro Barrel steigen würde und die Lebensmittelpreise sich innerhalb der nächsten 2 Jahre verdoppeln sollten.

- In den Schwellenländern könnte die Inflation dagegen auf einem hohen Stand verharren, da auf Lebensmittel- und Energiepreise hier ein weitaus größerer Anteil am Preiskorb entfällt. Bereits 53 Länder, deren Bevölkerungen über 40 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, schreiben Inflationsraten von mindestens 10 Prozent.

- Nach einer langen Phase, während der der Globalisierungsprozess sich deflationär auswirkte, importiert die westliche Welt die Inflation nun von den Emerging Markets. Dadurch könnte sich die Inflationsrate bis auf weiteres auf einem wesentlich höheren Niveau einpendeln, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war.

- Hohe Inflation ist für die Aktienmärkte ungünstig, da sie in der Regel zu Zinserhöhungen und damit zu niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnissen („KGVs“) führt. Die durchschnittlichen Inflationsraten von rund 4 Prozent in der westlichen Welt wirken sich bereits negativ auf die KGVs aus. In der Vergangenheit führten Inflationsraten ab 6 Prozent regelmäßig zu einem Verfall der KGVs an den entwickelten Märkten. Diesmal sollte es allerdings nicht so weit kommen.

.- In Zeiten steigender Inflation haben sich die von Erdöl dominierten Sektoren (wie beispielsweise Versorger) als ideales Refugium erwiesen. Die Konsumgütersektoren sind dagegen den größten Risiken ausgesetzt.

- In der Preismacht liegt die Basis für den Erfolg der einzelnen Sektoren. Je näher am Verbraucher, desto geringer die Preismacht der Unternehmen und desto stärker der Druck auf die Gewinnspannen. Wir gehen davon aus, dass diese Probleme vom Verbrauchsgütersektor allmählich auch auf die anderen Sektoren übergreifen werden. Dann könnten auch industrielle Produktion und Grundstoffindustrien betroffen sein.


Renten

Kreditmärkte steuern auf historische Höchst- bzw. Tiefststände zu

- Es hat den Anschein, dass die Credit Spreads bereits einen massiven Konjunktureinbruch sowie den fortgesetzten Abbau der Fremdverschuldung im Finanzsektor eingepreist haben. Die meisten Märkte haben sich zudem wieder ihren historischen Höchst- bzw. Tiefstständen angenähert.

- Trotz zunehmender Befürchtungen im Hinblick auf den Inflationstrend in den Schwellenländern befinden sich Emerging Market Debt (EMD LC) ganz oben auf unserer „Wunschliste“. Nach unserer Einschätzung setzen Schwellenländervolkswirtschaften mit Handelsbilanzüberschüssen zunehmend ihr devisenpolitisches Instrumentarium ein, um Inflation wirksam zu bekämpfen.

- Extreme Bewertungen und gezielte geldpolitische Maßnahmen kommen nicht nur Finanzwerten, sondern auch Investment Grade Credits (IGC) zugute.

- Im Bereich Unternehmensanleihen sind wir bei Global High Yield am vorsichtigsten, da diese Asset-Klasse am stärksten den Einflüssen des US-Marktes ausgesetzt ist. Zudem wird sich ein weiterer Rückgang der Unternehmensgewinne hier am ehesten bemerkbar machen.

- Auf Hartwährungen lautende EMD haben deutlich an Attraktivität eingebüßt. Diese Asset-Klasse reagiert sensibel auf die weltweite Risikoscheu, rückläufige Rahmendaten in den Schwellenländern (Inflation) und wird weitaus weniger als andere Anlageformen von einer potenziellen Aufwertung der Landeswährung profitieren. Überdies hat es den Anschein, dass weniger Risiko in die Spreads eingepreist ist als an den meisten anderen Kreditmärkten.

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Die aktuelle Ausgabe können Sie hier downloaden:

ING_IM_Monthly_Investment_Newsletter_Juli-August.pdf


Über ING Investment Management:
ING Investment Management ist der globale Asset Manager der ING-Gruppe. Mit annähernd Euro 400 Milliarden Euro Assets under Management, vertreten in 31 Ländern in Europa, Asien und Nord-, Mittel- und Südamerika und mehr als 2.500 Experten, gehört ING Investment Management (ING IM) weltweit zu den Top 25 im Asset Management. ING Investment Management bietet Investmentlösungen für den ING Unternehmensverbund, für ING Versicherungsunternehmen, institutionelle Kunden und Vertriebspartner. Die breite Palette von Investment-Strategien in Kombination mit den Distributionskanälen der ING-Gruppe zu Privatanlegern und institutionellen Anlegern, ermöglicht es ING Investment Management, allen seinen Kunden, sowohl in Europa als auch auf globaler Ebene, integrierte Lösungen im Finanzdienstleistungsbereich anzubieten. Stand: Q 1 2008

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