Mitarbeiter lassen sich von Führungskräften führen, wenn diese dem entsprechen, was die Geführten unter einer guten Führungskraft verstehen. Dies ist die Erkenntnis der Impliziten Führungstheorien nach Lord und Maher (1991), die u. a. von Quakebeke und Brodbeck (2008) als „Geführten-zentrierter Forschungsansatz“ weiterentwickelt worden sind. Herkömmliche Führungstheorien, die Führungserfolg mit den Eigenschaften der Führungskraft oder mit besonders erfolgreichem Führungshandeln in Verbindung bringen, verlieren damit an Gewicht. Es gibt kein Best Practice der Führung, sondern nur ein Best Fit. Ob Führungskraft und Mitarbeiter zusammen passen, kann mit der Best Fit Leadership Methode erfasst werden. Auf ihrer Grundlage können z.B. Führungskräfteschulungen so fokussiert werden, dass die von den Mitarbeitern erwarteten Kompetenzen gezielt erworben werden. Auf einfache Weise ist es zudem möglich, die Kompetenzen der Führungskräfte mit den Erwartungen unter-schiedlicher Mitarbeitergruppen zu vergleichen. So können im Vorwege Stellenbesetzungen besser geplant und Fehlbesetzungen vermieden werden.