Mit einer starken Performance drängt sich der Silberpreis am Gold vorbei. Doch lohnt ein Einstieg jetzt noch? Oder gibt es Alternativen?
Im März 2011 preschte der US-Bundesstaat Utah vor. Weil man um die Zukunft des US-Dollars besorgt ist, brachte der republikanische Abgeordnete Brad Galvez eine Gesetzesinitiative ein, die Gold und Silber als offizielles Zahlungsmittel in Utah legalisiert. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns erlaubt, unsere Wirtschaft aufrechtzuerhalten, während der Wert des Dollars weiter sinkt“, so wird Galvez in The Salt Lake Tribune zitiert. Dabei ist Utah längst schon kein Einzelfall mehr. In 13 anderen US-Bundesstaaten soll es ähnliche Initiativen geben. In South Carolina etwa forderte der Abgeordnete Mike Pitts sogar, dass der US-Dollar als Währung komplett abgeschafft werden soll. Midlands Connect zitiert Pitts mit den Worten: „Wenn die Bundesregierung weiter im gleichen Tempo wie bisher Geld ausgibt, und wenn sie im gleichen Tempo wie bisher Geld druckt, wird unser Wirtschaftssystem kollabieren.“ Pitts wird der rechtskonservativen Tea-Party-Bewegung zugerechnet, die in den USA mehr und mehr an Einfluss gewinnt.
„Gold und Silber sind Geld.“ Am Markt für Gold und Silber wurden die Nachrichten aus den USA mit Zustimmung aufgenommen. Allerdings rechnen nur wenige Experten damit, dass die Vereinigten Staaten auf Bundesebene Gold und Silber als offizielles Zahlungsmittel akzeptieren werden beziehungsweise der Greenback mit Gold „aufgewogen“ wird. Von einer Neuauflage des Währungssystems von Bretton Woods, das auf einem mit Gold hinterlegten US-Dollar als Leitwährung fußt, kann somit also nicht gesprochen werden.
Für Gold und Silber bedeuten die Initiativen dennoch einen enormen Prestigegewinn, da man sich nun quasi auf staatlicher Seite dazu bekennt, dass Edelmetalle werthaltiger sind als die US-Währung. „Gold und Silber sind Geld, alles andere ist Papier. Geld ist für mich nur Edelmetall“, so auch die Einschätzung von Thomas Bachheimer, Vizepräsident von The Gold Standard Institute, in einem Gespräch mit dem österreichischen Wirtschaftsblatt. [...]
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