Steigende Staatsschulden, hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise und expansive Geldpolitik - trotzdem überwiegt in den USA kurzfristig die Gefahr der Deflation
Damoklesschwert Deflation
Sowohl die Geldmenge als auch die Kreditvergabe sind in den USA rückläufig, trotz der enormen Liquidität, die in die Märkte geschleust wurde. Die deflationären Gefahren sind noch nicht vom Tisch
Steigende Staatsschulden, hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise und die expansive Geldpolitik - allen voran von der US-amerikanischen Fed. Kein Wunder, dass das Inflationsgespenst für Unruhe sorgt. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch klar: Die aktuellen Inflationssorgen sind übertrieben. Schließlich gibt es die Kernrate - also der Preisanstieg ohne Energie und Nahrungsmittel - sowohl in der Eurozone als auch in den USA mit 1,6 und 1,3 Prozent noch keinen Anlass zur Sorge. Auch die jüngsten Entwicklungen an den Rentenmärkten signalisieren keineswegs, dass der Markt eine ausunfernde Inflation erwartet. Fakt ist: Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen hat jüngst mit 3,1 Prozent sogar ein Fünfmonatstief markiert.
Kurzfristig überwiegen Deflationsgefahren
Wenn der Kapitalmarkt tatsächlich einen kräftigen Inflationsanstieg erwartet, müssten sich die Renditen eigentlich auf einem höheren Niveau bewegen, um einen ausreichenden Inflationsschutz zu bieten. [...]
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