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Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

Winfried Felser
Frage von Dr. Winfried Felser, NetSkill AG zu Nachhaltige Geldanlagen - Kompetenzführer und Pioniere vorgestellt | 5.2.2012, 23:25:48 Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt im Bereich der Geldanlage zunehmend an Bedeutung. Anfangs noch belächelt, entwickelt sich nachhaltige Geldanlage dank Fukushima und Co. vom Nischendasein in Richtung Mainstream – zumindest, was das Marketing der Produktanbieter angeht. Es freut es uns, dass wir im Rahmen unserer Initiative Nachhaltige Geldanlagen 2020 die führenden Branchen-Experten vorstellen dürfen.

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  • Erol Bilecen
    Antwort von Erol Bilecen, Bank Sarasin & Cie AG zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 6.4.2012, 9:48:38 RE: ( 19 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Rückblickend sind es verschiedene Faktoren und deren – manchmal auch glückliches – Zusammenspiel gewesen, die dazu geführt haben, dass Nachhaltigkeit bei Sarasin so früh entdeckt worden ist: Da ist sicherlich der Zeitgeist der 80er Jahre, der den Boden bereitet hat. Umwelt war und ist seitdem ein wichtiges Thema. Hinzu... mehr

    Rückblickend sind es verschiedene Faktoren und deren – manchmal auch glückliches – Zusammenspiel gewesen, die dazu geführt haben, dass Nachhaltigkeit bei Sarasin so früh entdeckt worden ist: Da ist sicherlich der Zeitgeist der 80er Jahre, der den Boden bereitet hat. Umwelt war und ist seitdem ein wichtiges Thema. Hinzu kamen zwei Ereignisse im Jahr 1986, die wichtige weitere Impulse gegeben haben: Der Reaktorunfall von Tschernobyl und am 1. November der Grossbrand einer Lagerhalle der Sandoz in Schweizerhalle, nur unweit von Basel, wo sich unser Hauptsitz befindet. Dass frühmorgens die Sirenen geheult haben, hat einen tiefen Schock in einer Region hinterlassen, deren Aushängeschild ja gerade Pharma und Chemie sind. Plötzlich gab es Kunden, denen es nicht mehr egal war, was mit ihrem Geld passiert. Und ein junger Analyst hatte schon zu der Zeit die Idee, ökologische Aspekte in die Vermögensverwaltung einfliessen zu lassen. Der Rest ist heute Geschichte. Sarasin ist heute Marktführer für nachhaltige Investments in der Schweiz, weil wir ständig daran arbeiten, dies immer tiefer in unseren „genetischen Code“ einzuarbeiten. Sie brauchen heute bei Erteilung eines Vermögensverwaltungsmandats gar nicht mehr fragen, ob wir die Gelder nachhaltige anlegen – wir tun es automatisch. Und der junge Analyst namens Andreas Knörzer ist übrigens Leiter des gesamten Asset Management in der Schweiz.

    Ich bin 1997 als zweiter Nachhaltigkeitsanalyst zu Sarasin gekommen – und offensichtlich auch geblieben. Schon daran können Sie erkennen, dass auch ich „Überzeugungstäter“ bin. Die Saat dazu habe ich schon in meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften hier in Basel gelegt, weil ich einerseits das Thema „externe Effekte“ (welch trockene Bezeichnung) bereits fasziniert hat und ich es andererseits wirklich bereichernd fand, in einem interdisziplinären Begleitstudiengang „Mensch-Gesellschaft-Umwelt“ über den Tellerrand der Wirtschaft hinauszublicken.

    Durch einen Zufall hatte ich gegen Ende meines Studiums erfahren, dass bei Sarasin jemand gesucht wird, der sowohl einen ökonomischen wie auch einen ökologischen und sozialen Sachverstand mitbringt. Es war schlichtweg das, was ich innerlich gesucht hatte, aber selbst gar nicht explizit formulieren konnte. Ich habe am gleichen Tag einen Vorstellungstermin vereinbart und zwei Wochen später den Arbeitsvertrag unterschrieben.

    Auch wenn ich heute für das gleiche Unternehmen arbeite (obwohl selbst das aufgrund einer zwischenzeitlichen Änderung der Rechtsform nicht mal stimmt), hat sich in diesen Jahren unheimlich viel bewegt. Als ich angefangen habe, war Sarasin eine sehr baslerische Privatbank, die noch ein paar nennenswerte Kollegen in London, Zürich und Genf hatte, aber alles zusammen weniger als 500 Mitarbeiter. Heute hat die Sarasin-Gruppe 1800 Mitarbeiter und ist inzwischen u.a. auch in Deutschland, Hongkong, Singapur und im Mittleren Osten sehr präsent. Ich muss heute in meinen Gesprächen mit Kunden nicht mehr ganz bei Null anfangen, um Nachhaltigkeit zu erklären – wobei ich allerdings inzwischen neu entstandene Zerrbilder und Vorurteile abbauen muss. Und an meinem ersten Arbeitstag hatte ich einen Computer mit Modem, um Zeitungsrecherche betreiben zu können. Doch schon bald wurde das durch das Internet abgelöst. Vielleicht ist das die bedeutendste Veränderung: Daten bekommen Sie heute an jeder Ecke, aber es wird immer herausfordernder, deren Zuverlässigkeit zu überprüfen und durch die schiere Flut nicht die Sicht auf das große Ganze zu verlieren.
  • Georg Schürmann
    Antwort von Georg Schürmann, Triodos Bank N.V. Deutschland zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 5.4.2012, 17:23:28 RE: ( 18 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Der Impuls für die Gründer war es, eine Bank aufzubauen, bei der der Mensch im Mittelpunkt des Handelns steht. Dies bringen wir in unserer Mission zum Ausdruck. Wir wollen zum einen dabei helfen, ein gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, das die Lebensqualität der Menschen verbessert und in dem die Menschenwürde... mehr

    Der Impuls für die Gründer war es, eine Bank aufzubauen, bei der der Mensch im Mittelpunkt des Handelns steht. Dies bringen wir in unserer Mission zum Ausdruck.

    Wir wollen zum einen dabei helfen, ein gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, das die Lebensqualität der Menschen verbessert und in dem die Menschenwürde geachtet wird. Wir ermöglichen es deswegen Einzelpersonen, Institutionen und Unternehmen, ihr Geld bewusst gleichermaßen zum Wohl von Mensch und Umwelt einzusetzen. Wir fördern damit verantwortungsvolles Wachstum und Wirtschaften und eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. 

    Und wir bieten unseren Kunden konsequent nachhaltige Finanzprodukte. Konkret finanziert die Triodos Bank nur Unternehmen; Institutionen und Projekte in den Bereichen Umwelt (z.B. Erneuerbare Energie), Soziales (z.B. Pflegeeinrichtungen) und Kultur (z.B. Schulen). Wir sind transparent und zeigen unseren Sparern, in welche Kredite ihr Geld fließt. Wir veröffentlichen unsere Kreditkunden auf der Website.

    Mich hat die Idee und gelebte Praxis überzeugt, Bank anders – eben am Menschen orientiert – zu betreiben. Zur Triodos Bank bin ich im Sommer 2009 gekommen, um gemeinsam mit dem Team die deutsche Niederlassung aufzubauen, die im Dezember 2009 eröffnet wurde.
  • Klaus Tischhauser
    Antwort von Klaus Tischhauser, responsAbility Social Investments AG zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 5.4.2012, 17:16:34 RE: ( 17 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Zur Gründung von responsAbility kam es im Grunde genommen aufgrund meiner Eindrücke, die ich zwischen 1999 und 2001 während einer Fahrradreise von Zürich nach Kapstadt durch über 20 Länder Afrikas gewonnen hatte. Zuvor war ich während rund 2 Jahren am frühen Aufbau von SAM Sustainable Asset Management... mehr

    Zur Gründung von responsAbility kam es im Grunde genommen aufgrund meiner Eindrücke, die ich zwischen 1999 und 2001 während einer Fahrradreise von Zürich nach Kapstadt durch über 20 Länder Afrikas gewonnen hatte. Zuvor war ich während rund 2 Jahren am frühen Aufbau von SAM Sustainable Asset Management beteiligt; ich hatte also die Möglichkeit, Investoren und den Finanzmarkt stärker für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen einzusetzen, bereits für Umweltthemen genutzt. Beeindruckt von der Armut aber auch dem unternehmerischen Potenzial vieler ärmerer Menschen Afrikas, wollte ich diesmal die Möglichkeiten des Finanzmarktes gezielt zur Nutzung dieses Potenzials einsetzen und damit gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung leisten. Ich habe auch festgestellt, dass seitens Investoren zwar eine entsprechenden Nachfrage besteht, aber der einfache Zugang in Form von professionell verwalteten Produkten praktisch inexistent ist. Hier für Abhilfe zu sorgen ist sozusagen die Mission von responsAbility. Damit füllen wir auch einen grossen weissen Fleck auf der Landkarte der grossen nachhaltigkeitsrelevanten Themen: Entwicklungsländer und Armut.
    responsAbility ist auf Entwicklungs- und Schwellenländer fokussiert und innerhalb dieser auf Investitionen in Sektoren der allgemeinen Grundbedürfnisse breiter Bevölkerungsschichten wie Gesundheit, Landwirtschaft, Finanzdienstleistungen, Energie, Information/Kommunikation sowie Bildung.
    Das erste Thema, in dem responsAbility ein Anlageprodukt entwickelt hat, ist
    Mikrofinanz, also Finanzsektorentwicklung oder ‚Financial Inclusion‘. Von Anfang an haben wir auch Investitionen im nachhaltigen Landwirtschaftsbereich zum Thema Fair Trade getätigt, später ist die Finanzierung unabhängiger Medien zur Förderung von Pressefreiheit dazugekommen und Investitionsmöglichkeiten in die übrigen erwähnten Themen.
    Der Bereich Mikrofinanz hat sich jedoch am rasantesten entwickelt und gilt für viele als DAS Paradebeispiel für sogenannte Impact Investments, also Anlagen, welche Rendite mit einer greifbaren Wirkung verbinden. Tatsächlich hat Mikrofinanz in den letzten gut 10 Jahren, die ich persönlich überschauen kann, eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht, die wiederum auf zwei Jahrzehnten ‚Vorarbeit‘ zumeist des öffentlichen Sektors aufbaut. Die letzten Jahre haben sehr viel Wachstum und Ausbreitung sowie die stärkere Präsenz von Investoren aus dem Privatsektor gesehen. Möglich wurde dies jedoch nur durch deutliche Fortschritte in vielen Bereichen wie Regulierung, Formalisierung, Spezialisierung und Korrektur der Geschäftsmodelle und Effizienz. Zwei globale Krisen haben zudem die noch immer fragilen Mikrofinanz-Systeme vieler Länder getestet. Mein Fazit ist äusserst positiv.
    Der Aufbau einer soliden Finanzmarktinfrastruktur zugunsten einkommensschwacher und daher vormals von formalen Finanzdienstleistungen ausgeschlossenen grossen Bevölkerungsschichten ist in vielen Ländern einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Als heute weltweit grösster Finanzierer aus dem Privatsektor haben wir einen kleinen Beitrag dazu geleistet. Neben der bedeutenden Wirkung, die dadurch für die Menschen in vielen Entwicklungsländern erzielt werden konnte freut mich auch, dass wir gerade in turbulenten Zeiten stabile positive Renditen für unsere privaten und institutionellen Investoren erzielen konnten.
    Die allgemeine Entwicklung der Industrie der nachhaltigen Anlagen ist grundsätzlich positiv verlaufen. Zudem stelle ich eine verstärkte Nachfrage nach Anlagen mit greifbarerer Wirkung fest. Das kommt uns sicher entgegen.
  • Markward Kerstiens
    Antwort von Markward Kerstiens, Miller Forest Investment AG zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 5.4.2012, 16:00:49 RE: ( 16 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Die Miller Forest Investment AG ist eine Schwester der Miller Reisen GmbH, die sich seit den 1980er Jahren als Lateinamerikaspezialist etabliert hat. In den vergangenen dreißig Jahren haben wir auf vielen Reisen nach Südamerika beobachten müssen, dass dort erhebliche nachteilige Veränderungen der Naturräume stattfinden, in... mehr

    Die Miller Forest Investment AG ist eine Schwester der Miller Reisen GmbH, die sich seit den 1980er Jahren als Lateinamerikaspezialist etabliert hat. In den vergangenen dreißig Jahren haben wir auf vielen Reisen nach Südamerika beobachten müssen, dass dort erhebliche nachteilige Veränderungen der Naturräume stattfinden, in erster Linie durch Brandrodung zur Gewinnung von Acker- und Weideflächen. Vor zehn Jahren ist aus diesen Beobachtungen die Idee entstanden, Brachlandflächen aufzukaufen, wieder aufzuforsten, und damit Naturräume wieder aufzuwerten und gleichzeitig den dringend benötigten Rohstoff Holz zu erzeugen. Seit Ende 2006 bieten wir an diesem Projekt Beteiligungen auf dem deutschen Kapitalmarkt an.

    Die Nachhaltigkeit besteht darin, diese Flächen dauerhaft zu bewirtschaften, die Artenvielfalt zu erhöhen, Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region zu schaffen und nicht zuletzt große Mengen des Treibhausgases CO2 wieder zu binden, die an anderer Stelle emittiert werden.

    Den Initiator dieses Projektes, Herrn Josef Miller kenne ich schon lange persönlich. Seine Idee des Waldprojektes hat mich von vornherein begeistert und daher bin ich seit der Geburtsstunde 2006 am Aufbau des Projektes beteiligt, auch mit eigenem Kapital.
  • Christof Lützel
    Antwort von Christof Lützel, GLS Gemeinschaftsbank eG zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 5.4.2012, 15:40:15 RE: ( 15 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Die Anfänge der GLS Bank reichen zurück in die 1960er Jahre. Wilhelm Ernst Barkhoff und eine Gruppe engagierter Menschen suchten nach neuen Lebens- und Wirtschaftsformen. Gezielt entwickelten sie Finanzierungsmöglichkeiten für freie Schulen und Bildungseinrichtungen, ökologisch wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe... mehr

    Die Anfänge der GLS Bank reichen zurück in die 1960er Jahre. Wilhelm Ernst Barkhoff und eine Gruppe engagierter Menschen suchten nach neuen Lebens- und Wirtschaftsformen. Gezielt entwickelten sie Finanzierungsmöglichkeiten für freie Schulen und Bildungseinrichtungen, ökologisch wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. 1974 wurde aus dieser Initiative heraus die GLS Gemeinschaftsbank eG gegründet. Die urprüngliche Gründungsidee ist noch heute unser Konzept: Eine Brücke zu bauen zwischen der Geldanlage auf der einen und einer gesellschaftsgestaltenden Geldverwendung auf der anderen Seite. Wir sind die erste sozial-ökologische Universalbank der Welt.

    Wir betrachten Geld als Instrument zur Gestaltung unserer Gesellschaft und verstehen Nachhaltigkeit als eine Verbindung sozialer, ökologischer und ökonomischer Ziele. Im Fokus unserer Arbeit stehen stets die Menschen und ihre Bedürfnisse. So investieren wir gezielt in die Erhaltung und Entwicklung ihrer natürlichen Lebensgrundlage. Ökonomischen Gewinn sehen wir dabei als eine wichtige Folge unseres Handelns, nicht jedoch als primäres Ziel. Unsere Kundinnen und Kunden bestimmen selbst, welche Bereiche sie gezielt finanzieren möchten: regenerative Energien, ökologische Landwirtschaft, ökologische Baufinanzierung, freie Schulen, Kindergärten, Naturkost oder Kultur.

    Links:
  • Christoph Groß
    Antwort von Christoph Groß, LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 2.4.2012, 14:11:09 RE: ( 14 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Die LBBW Asset Management widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit schon seit mehr als 10 Jahren. Wir können uns im deutsch-sprachigen Raum sicherlich als einer der Pioniere im Bereich der Nachhaltigen Kapitalanlagen bezeichnen. Die negativen Erfahrungen aus dem Platzen der New Economy Blase und der Wunsch einiger... mehr

    Die LBBW Asset Management widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit schon seit mehr als 10 Jahren. Wir können uns im deutsch-sprachigen Raum sicherlich als einer der Pioniere im Bereich der Nachhaltigen Kapitalanlagen bezeichnen. Die negativen Erfahrungen aus dem Platzen der New Economy Blase und der Wunsch einiger Anleger nach „neuen, nachhaltig ausgerichteten“ Kapitalanlagen war in den Jahren 2001/2002 der Startschuß für uns, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiv zu befassen. In dieser Zeit wurde zusammen mit den Anlegern und der renommierten Ratingagentur „oekom research“ ein Setup entwickelt, welches eine Kombination aus sehr strengen Ausschlusskriterien und dem Best-In-Class Ansatz entspricht. Innerhalb der Branche verfolgen wir damit einen sehr strengen Ansatz von Nachhaltigkeit. Wir waren und sind auch heute der Meinung, dass der Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage nur dann glaubwürdig sein kann, wenn ein klarer, strenger und transparenter Ansatz verfolgt wird. Nachhaltig-orientierte Anleger erwarten genau das von einem sinnvollen Nachhaltigkeitskonzept, um Kapitalverluste wie im vergangenen Jahrzehnt, die zumeist eher durch ethisches Fehlverhalten hervorgerufen wurden (New Economy Blase, Bilanzskandale, Finanzkrise oder Umweltkatastrophen wie BP) zukünftig zu minimieren bzw. nach Möglichkeit weitestgehend zu vermeiden.

    Von den Wohlstandsverlusten durch die Häufung von Naturkatastrophen infolge klimaschädlichen Verhaltens oder eine neue Defintion von „Restrisiko“ bei kritischen Energiekonzepten ganz zu schweigen. Dieses Ziel kann nur mit einem strengen Investmentansatz gewährleistet werden. Der Erfolg dieses Ansatzes zeigt sich in der seit Jahren überdurchschnittlichen Performance unserer nachhaltig-ausgerichteten Publikums- und Spezialfonds und dem dynamischen Volumenszuwachs in diesem Segment. Die Basis für den ESG Award setzt genau darin an: Die langjährige Expertise in dem Thema und der handelnden Fondsmanager, der strenge, glaubwürdige und transparente Investmentansatz und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen unserer Anleger bilden die Grundlage für diesen Erfolg.

    Im Segment der nachhaltigen Kapitalanlagen bieten wir aktuell zwei Publikumsfonds an, die diesen strengen Ansatz in Reinkultur umsetzen: LBBW Nachhaltigkeit Aktien (WKN A0JM0Q) und LBBW Nachhaltigkeit Renten (WKN A0X97D). Der Aktienfonds wurde im Jahr 2006 an den Markt gebracht und zwei jahre später um eine Tranche für Privatkunden erweitert, nachdem die Strategie erfolgreich seit Jahren in einem Spezialfonds umgesetzt wurde. Im Herbst 2009 wurde die nachhaltige Fondspalette um den Rentenfonds erweitert, nachdem das Interesse der Investoren nach nachhaltigen Rentenpapieren stetig zunahm und ein halbes Jahr später um eine Retailtranche erweitert. Beide Fonds wurden in den vergangenen Jahren übrigens auch mit dem „Europäischen Transparenzlogo“ von Eurosif für transparente Anlagestreategie und -politik versehen. Der größte Anteil des nachhaltig verwaltenden Volumens im Hause wird aber aktuell über Spezialfonds abgedeckt. Die Kundengruppen reichen von Stiftungen über Vorsorge- und Pensionskassen hin zu Versicherungen, Unternehmen sowie kirchlichen Organisationen. Wir stellen jedoch in den vergangenen Monaten vermehrtes Interesse auch seitens der Sparkassen fest, die neben dem Produktangebot für ihre Kundschaft auch den Einbezug von Nachhaltigkeitskritieren bei der Eigenanlage weiter vorantreiben wollen.

    Nach meiner klassichen Bankausbildung zum Finanzassistenten bei der damals neugegründeten LBBW nahm ich im Jahr 2000 das Studium zum „Bachelor of Business Adminstration“ bei der privaten Frankfurt School of Finance & Management (damals Hochschule für Bankwirtschaft) in Frankfurt am Main mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft/Kapitalmarkt auf. Während des berufsbegleitenden Studiums absolvierte ich meine Praxiseinsätze überwiegend im institutionellen Portfoliomanagement der LBBW und konnte damals bereits die Anfänge des Nachhaltigkeitsansatzes miterleben, der vom Fondsmanager des LBBW Nachhaltigkeit Aktien – Steffen Merker – ins Leben gerufen und in den Folgejahren erfolgreich aufgebaut wurde. Nach meinem Auslandsaufenthalten 2002/2003 in Barcelona und New York schrieb ich im Jahr 2004 meine abschließende Bachelor Thesis über „Sustainable Investments – Alternativen für das Asset Management Institutioneller Investoren“ und betrat damals mit dem Thema wissenschaftlich noch Neuland. Die praktische Begleitung der Studienarbeit übernahm Herr Merker persönlich, die wissenschaftliche Betreuung übernahm Herr Prof. Faust von der Frankfurt School, der in den darauffolgenden Jahren viele Publikationen zum Thema Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt veröffentlichte. Die Grundaussage war damals genau dieselbe wie heute: Eine strukturelle Underperformance nachhaltiger Kapitalanlagen im Vergleich zu konventionellen Anlageformen war nicht zu beobachten. Die Performance war marktneutral bzw. in machen Teilsegmenten sogar besser als der Gesamtmarkt (Vermeidung von Eventrisiken, Fokus auf neue Zukunftsbranchen).
    Vor diesem Hintergrund war die These, dass angesichts fastgleicher Performance-erwartung gerade die großen Kapitalsammelstellen ihrer Verantwortung gerecht werden sollten und bei den Kapitalanlagen den Fokus auf „nachhaltig-agierende“ Emittenten legen und deren Verhaltensweise durch gezielte Investition weiter fördern sollten anstatt das Kapital in ethisch-fragwürdige Firmen anzulegen.
    Im Jahr 2005 schließlich begann dann meine Fondsmanagement-Karriere bei der LBBW Asset Management im Bereich Fixed Income Management von Spezialfonds. Und im Jahr 2009 bekam ich dann die Chance, mein Fachwissen über Nachhaltigkeit mit meiner Expertise im Management von Rentenfonds zu kombinieren. Somit zieht sich das Thema Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch meine bisherige Laufbahn.

  • Florian Grohs
    Antwort von Dr. Florian Grohs, Oikocredit Deutschland zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 30.3.2012, 15:33:12 RE: ( 13 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Oikocredit wurde 1975 auf Initiative des Ökumensichen Rates der Kirchen gegründet. Dahinter stand der Gedanke, für Kirchen und kirchliche Organisationen ein Investitionsinstrument zu schaffen, das zu Frieden und einer gerechten Entwicklung beitragen sollte. An diesen Zielen hat sich für Oikocredit in den letzten Jahrzehnten... mehr

    Oikocredit wurde 1975 auf Initiative des Ökumensichen Rates der Kirchen gegründet. Dahinter stand der Gedanke, für Kirchen und kirchliche Organisationen ein Investitionsinstrument zu schaffen, das zu Frieden und einer gerechten Entwicklung beitragen sollte. An diesen Zielen hat sich für Oikocredit in den letzten Jahrzehnten nichts geändert, die Anlegerstruktur allerdings schon. Was ursprünglich als Anlagemöglichkeit für Kirchen gedacht war, wird nun vor allem von Privatpersonen nachgefragt. Gerade in den letzten drei Jahren haben wir einen starken Anstieg der Mitgliederzahlen und Anlagesummern verzeichnet. Viele unserer Anleger berichten uns, dass sie sich während der Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre zum ersten Mal Gedanken darüber gemacht haben, wo ihr Geld angelegt ist und was damit geschieht. Dass sie sich für eine soziale Geldanlage bei Oikocredit entschieden haben, freut uns natürlich. Mit dem Geld unserer Anleger vergeben wir Darlehen und Kapitabeteiligungen an rund 900 Partnerorganisationen in fast 70 Ländern. Knapp 80 Prozent der Gelder gehen an Mikrofinanzinstitutionen, der Rest geht an Produktionsgenossenschaften, viele davon im fairen Handel, und an kleine und mittlere Unternehmen.

  • Andrew Murphy
    Antwort von Andrew Murphy, Murphy&Spitz Umwelt Consult GmbH zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 22.3.2012, 17:10:04 RE: ( 12 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Philipp Spitz und ich haben vor 1999 umfangreiche Erfahrungen bei verschiedenen konventionellen Finanzdienstleistern sammeln können. Gemeinsam haben wir bei einem auf ethisches Investment spezialisierten Unternehmen gearbeitet. Schnell war klar: das können wir besser und wollen es auch besser machen. So gründeten... mehr

    Philipp Spitz und ich haben vor 1999 umfangreiche Erfahrungen bei verschiedenen konventionellen Finanzdienstleistern sammeln können. Gemeinsam haben wir bei einem auf ethisches Investment spezialisierten Unternehmen gearbeitet. Schnell war klar: das können wir besser und wollen es auch besser machen. So gründeten wir 1999 Murphy&Spitz. Grundlage ist die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg bzw. eine gute Rendite und die Schaffung eines gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwertes kein Widerspruch sind. Im Gegenteil, als Investor tragen wir Verantwortung nicht nur gegenüber unseren Anlegern, sondern auch gegenüber zukünftigen Generationen. Dieser Verantwortung können wir nur mit wirklich nachhaltigem Investment, das eine attraktive Rendite mit Engagement verbindet, gerecht werden.

    Murphy&Spitz investiert seit Gründung ausschließlich in nachhaltige Themen und Branchen wie bspw. Erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe, Energieeffizienz, nachhaltige Verkehrssysteme, Gesundheit und Naturkost. Anlagephilospohie ist der Best-Of-Class-Ansatz. Unternehmen, die neben umwelt- und sozialschädlichen Geschäftsfeldern auch ein wenig im “grünen” Bereich unterwegs sind, sind bei uns kategorisch ausgeschlossen.

    Begonnen haben wir mit den Umwelt Aktiendepots Deutschland und Welt, mittlerweile die erfolgreichsten Anlegergemeinschaften Deutschlands. Darüber hinaus haben wir im Kundenauftrag sowie in Eigenregie geschlossene Erneuerbare Energiefonds aufgelegt und projektiert. 2008 haben wir die Murphy&Spitz Umweltfonds mit den Teilfonds Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland und Murphy&Spitz Umweltfonds Welt aufgelegt, die man über jede Bank erwerben kann. Die Murphy&Spitz Green Capital AG ist gegründet worden, um Unternehmen der Bereiche Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe zu fördern. Schließlich erwirbt und betreibt die Murphy&Spitz Green Energy AG Großanlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie und bietet Anlegern eine festverzinsliche Geldanlagemöglichkeit. Fundierte Analysen als Grundlage für Anlageentscheidungen liefert das hausinterne Team von Murphy&Spitz Research, das seit nunmehr 13 Jahren auf Nachhaltiges Investment spezialisiert ist.

    Nachhaltiges Investment, da stimme ich Ihnen zu, hat sich im letzten Jahrzehnt fast zum geflügelten Wort entwickelt. Immer mehr Anbieter haben vermeintlich nachhaltige Anlageprodukte auf den Markt gebracht. Da muss der interessierte Anleger schon genau hinsehen, was der Begriff Nachhaltigkeit denn beim jeweiligen Anbieter nun eigentlich bedeutet. Wir legen daher sehr viel Wert auf gelebte Transparenz hinsichtlich unserer Nachhaltigkeits- und Ausschlusskriterien.

    Auch auf Anlegerseite, privat wie institutionell, ist die Nachfrage nach nachhaltigen Geldanlagen deutlich gewachsen. Das Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit wächst in allen Bereichen der Gesellschaft. Allerdings hat die Wirtschafts- und Finanzkrise eine große Verunsicherung vor allem im Bereich der Wertpapiere mit sich gebracht. Murphy&Spitz hat darauf reagiert und über die Murphy&Spitz Green Energy festverzinsliche Anlagemöglichkeiten mit einer überschaubaren Laufzeit geschaffen. Wir sind allerdings der Überzeugung, dass gut gemanagete, nachhaltig ausgerichtete Fonds nach wie vor eine hervorragende Anlageoption sind.

    Die Frühphasenförderung von innovativen Unternehmen aus dem Erneuerbare Energien-Bereich ist leider von der politischen Willkür, wie sie in den neuesten Beschlüssen zum EEG ihren Höhepunkt fand, negativ betroffen. Die Murphy&Spitz Green Capital AG plant daher eine Änderung ihres Geschäftsmodells. Zukünftig wird sie sich auf Nachhaltige Geldanlagen und die Erzeugung Erneuerbarer Energie konzentrieren.

  • Michael P. Sommer
    Antwort von Michael P. Sommer, BANK IM BISTUM ESSEN eG zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 23.2.2012, 9:53:53 RE: ( 11 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Nachhaltigkeit ist für uns seit den Anfängen der Bank 1966 in dem damals neugegründeten Bistum Essen im Ruhrgebiet die Wahrnehmung von Verantwortung - den Mitgliedern der Bank gegenüber sowie im Hinblick auf Gerechtigkeitsfragen, der Armutsbekämpfung und der Bewahrung der Schöpfung. Mit anderen Worten: die... mehr

    Nachhaltigkeit ist für uns seit den Anfängen der Bank 1966 in dem damals neugegründeten Bistum Essen im Ruhrgebiet die Wahrnehmung von Verantwortung - den Mitgliedern der Bank gegenüber sowie im Hinblick auf Gerechtigkeitsfragen, der Armutsbekämpfung und der Bewahrung der Schöpfung. Mit anderen Worten: die finanzielle Rendite geht einher mit sozialer und ökologischer Verantwortung. Es ist dies die Grundlage unserer Unternehmensphilosophie, die heute von immer mehr Menschen geteilt wird und sich in unserem Label „FairBanking“ wiederfindet.

    Mehr Kunden als früher wollen heute wissen, was mit ihrem Geld geschieht, wenn sie es bei einer Bank anlegen. Wir können darauf transparent Antwort geben – dies bezieht sich nicht nur auf die nachhaltigen Geldanlagen, sondern auch auf den Betrieb der Bank selbst. So wissen unsere Kunden, daß wir nicht nur ethischnachhaltig gemanagte Fonds im Angebot haben und uns besonders im Bereich der Mikrofinanzierung engagieren, sondern uns auch in der Kreditvergabe, den Eigenanlagen der Bank und unserem eigenen Verhalten bemühen, nachhaltig verantwortungsbewußt zu sein.

    Als BANK IM BISTUM ESSEN eG sind wir glaubwürdig, weil wir ein ethisch-nachhaltig fundiertes strategisches Konzept haben, welches alle Geschäftsbereiche gleichermassen umfasst und den Kunden verständlich erklärt werden kann.
    Es gibt darüber hinaus einen Bezug zum gesamtgesellschaftlichen Diskurs: Für etwas zu stehen und dies den Menschen glaubwürdig erklären können - der Bereich nachhaltige Geldanlagen gibt über die rein finanziellen Aspekte hinaus der Branche die Möglichkeit, auch gesellschaftlich verlorenes Vertrauen sich zurück zu erarbeiten. Ich halte dies für eine spannende Aufgabe und daran mitzuwirken war einer der Gründe, warum ich vor viereinhalb Jahren zur BANK IM BISTUM ESSEN eG gegangen bin.

  • Janina Goldenstein
    Antwort von Janina Goldenstein, Sustainability-Congress GmbH zu Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt von Dr. Winfried Felser | 6.2.2012, 15:21:59 RE: ( 10 ) Unternehmen und Kompetenzführer Nachhaltige Geldanlagen vorgestellt

    Der Sustainability Congress wird vom Verein zur Förderung des Sustainability-Gedankens e.V. ausgerichtet. Das ist ein Zusammenschluss von ambinionierten Menschen aus der Finanzwirtschaft, die sich 2004 zusammengefunden haben. Seit 2005 gibt es den Kongress, der sich inzwischen zum wichtigsten Nachhaltigkeitsevent für... mehr

    Der Sustainability Congress wird vom Verein zur Förderung des Sustainability-Gedankens e.V. ausgerichtet. Das ist ein Zusammenschluss von ambinionierten Menschen aus der Finanzwirtschaft, die sich 2004 zusammengefunden haben. Seit 2005 gibt es den Kongress, der sich inzwischen zum wichtigsten Nachhaltigkeitsevent für Finanzdienstleistungen in Deutschland entwickelt hat. Ich selbst bin von Anfang an dabei.
    Unser Ansatz damals war es, Leitlinien einer nachhaltigen Finanzwirtschaft zu entwickeln und zu multiplizieren. Es gab bereits einzelne gute Produkte, allerdings noch sehr wenig Kenntnisse über dieses Segment. Seitdem beobachten wir mit großer Freude, dass sich dies von Jahr zu Jahr positiv verändert. Der Interessentenkreis an dem Segment und an unserem Kongress wird immer größer. Heute gehören ethisch-ökologische Kapitalanlagen für Viele zum guten Ton. Diese Entwicklung hat der Verein über die Jahre miterlebt und mitgestaltet.

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