Mittlerweile, nach dem E-Business-Hype, erfolgt eine Rückbesinnung auf die Bedeutung der Prozesse. Nicht wenige E-Business-Projekte sind auch daran gescheitert, dass die Prozesse hinter den glänzenden Fassaden der Webseiten nicht optimal funktionierten. Der Zwang zur Kostenreduktion, die Bewältigung von Unternehmenszusammenschlüssen und steigende gesetzliche Anforderungen, wie Basel II oder Sarbanes-Oxley, tragen dazu bei, dass Unternehmen sich wieder verstärkt mit ihren Prozessen auseinandersetzen.
Auch die Rolle der IT wird neu betrachtet. Einerseits wird sie zur Commodity, deren Einsatz als solcher noch keine Wettbewerbsvorteile bringt, andererseits kann der intelligente Einsatz von IT zur Realisierung innovativer Prozesse ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor sein. Viele Wege führen vom Prozess zur Anwendung, und es muss genau überlegt werden, welche Technologien im konkreten Fall tatsächlichen Nutzen bringen. Bis alle Anwendungen durchgängig in eine flexible, service-orientierte Architektur eingebunden sind, wird noch einige Zeit vergehen.
Bis dahin sind Unternehmen aber gut beraten, das Thema Prozessmanagement jenseits aller Schlagworte ernst zu nehmen und als ständige Aufgabe fest im Unternehmen zu verankern.
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