Was ist eigentlich ein Garantiefonds?
Mit Garantiefonds partizipieren Anleger an den Kursgewinnen der Aktienbörse und sind dabei gleichzeitig gegen Verluste abgesichert. Der Preis für diesen Schutz ist, dass der Anleger in Zeiten steigender Aktienkurse nicht in vollem Umfang davon profitiert.
Mit geschlossenen und offenen Garantiefonds gibt es dabei zwei Produktvarianten: Geschlossene Fonds haben eine feste Laufzeit und bieten zum Laufzeitende eine Kapitalschutzgarantie, während offene Garantiefonds unbefristet laufen und zu regelmäßigen Stichtagen – beispielsweise alle fünf Jahre – den Erhalt des zum vorigen Zeitpunkt erreichten Wertes gewährleisten. Allerdings greift der Kapitalschutz nur zu den Stichtagen, so dass vorübergehende Kursverluste möglich sind. Realisiert werden solche Fondskonzepte zumeist mit einer Mischung aus sicheren Anleihen und Geldmarktpapieren, die den Kapitalerhalt sichern, sowie aktienbezogenen Derivategeschäften. Garantiefonds kann man wie herkömmliche Investmentfonds an der Börse handeln.
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Dr. Christine BortenlängerBayerische Börse Aktiengesellschaft München | Mitglied der Geschäftsführung der Börse München, Vorstand der Bayerische Börse AG