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Geschlossene Immobilienfonds: Wege aus der Krise dringend gesucht

Eine beliebte Anlageform
Geschlossene Immobilienfonds: Wege aus der Krise dringend gesucht
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Beschreibung
Geschlossene Immobilienfonds. Sie waren in Deutschland eine beliebte Anlageform. Heute sind die Platzierungszahlen schwach. Seit der Finanzkrise sind die alten Konzepte out. Jetzt sollen innovative Ideen die Trendwende bringen.

Wenn es um Wichtiges geht, etwa um Millionen-Deals und überlebensfähige Immobilienfonds-Konzepte für die Zukunt, spielt die Wortgebung eine große Rolle. Begrife wie „langfristig gebundenes Kapital“ und „risiko-, aber auch chancenreich“ sollten dabei tunlichst nicht mehr vorkommen. Damit verbinden Anleger doch häuig negative Erfahrungen. Viele Geschlossene Immobilienfonds konnten ja auch nicht halten, was sie oft vollmundig versprachen. Viel Anlegergelder gingen verloren. Dazu kamen noch Entscheidungen der Initiatoren, die einem übersteigerten Erfolgsglauben der lang anhaltenden Boomphase geschuldet waren. Das prägt bei oberlächlicher Betrachtung auch das Image der Branche. Gerecht wird es ihr aber nicht, denn Anleger haben bei etlichen Fonds auch gut verdient, schon allein durch den Steuersparefekt, der die Asset-Klasse bis 2005 erst groß gemacht hat. Als dann aber die Renditeorientierung das Maß aller Dinge
wurde, wichen viele Initiatoren auf risikoreichere Investments aus, um eine verkaufswirksame Story anbieten zu können. Dann kam die Finanz- und Wirtschatskrise und ließ alle Welt in tiefer Verunsicherung zurück.

Das „kleine Wirtschaftswunder“?
Keine guten Zeiten also derzeit für langfristige Geldanlagen, die zudem mit unternehmerischem Risiko behatet sind. So haben es selbst die seriösen Anbieter Geschlossener Immobilienfonds derzeit alles andere als leicht. Sie bemühen sich gemeinsam mit dem Verband der Geschlossenen Fonds (VGF) und den Vertrieben um eine abgestimmte Krisenbewältigung. Sogar eine groß angelegte Werbekampagne wurde gestartet, um das ramponierte Image aufzupolieren und die Asset-Klasse wieder positiv im Kopf der Anleger zu verankern. Doch vom kleinen Wirtschatswunder – so der Claim der VGF-Kampagne – ist derzeit noch wenig zu merken. Immer noch stagnieren beziehungsweise sinken die Platzierungszahlen. Im dritten Quartal 2011 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gerade einmal 57 neue Geschlossene Fonds mit einem Eigenkapitalvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro gestattet. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 31 Prozent. Besonders deutlich haben dabei Immobilienfonds verloren. Mit 505,3 Millionen Euro liegt ihr Eigenkapitalanteil um etwa 35 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals 2010. ...

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