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Pilotprojekt „Online-Mediation in grenzüberschreitenden Konflikten“: Europäische Union startet innovatives Programm mit einem Gesamtvolumen von 500.000 EUR.

culture.communication GbR
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Mit dem Fokus „Online-Mediation in grenzüberschreitenden Konflikten“ startet dieser Tage das auf zwei Jahre angelegte, innovative Projekt mit dem Ziel der Lösung grenzüberschreitender Konflikte, das in einem ersten Schritt von der Europäischen Kommission mit einem Projektvolumen von 500.000 EUR gefördert wird. Gemeinsam mit seinen Partnern, dem Steinbeis Beratungszentrum für Wirtschaftsmediation und culture.communication aus Deutschland sowie Resolutia in Italien greift das Projekt damit einen wesentlichen Aspekt der EU-Richtlinie auf.

Weitere beteiligte Partner sind die Steinbeis Hochschule Berlin, Universität Warschau, das Berufungsgericht Mailand, TINNOVA (eine Tochtergesellschaft der Handelskammer Florenz) sowie das weltweit tätige Beratungsunternehmen WT Partnership Germany und seiner italienische Tochtergesellschaft Arcotecnica Real Estate.

Das Projekt wird zudem vom Niedersächsischen Justizministerium und dem polnischen Justizminister als Projektförderer unterstützt. Die Richtlinie 2008/52/EG über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelssachen („EU-Mediationsrichtlinie“) fordert die EU Mitgliedsstaaten auf, die Mediation für grenzüberschreitende Konflikte in Zivilstreitigkeiten in den jeweiligen Ländern rechtlich zu regeln.

Der Grund: Grenzüberschreitende Konflikte lähmen, verzögern und verschlechtern die internationale Zusammenarbeit. Sie schaden dem Image und kosten im Zweifel viel Geld. Auch unternehmensintern gewinnt das Thema an Bedeutung. Das belegen auch Studien. Nationale Gerichte werden durch sie zunehmend belastet.

Anwendungsbeispiele sind z.B. grenzüberschreitende Konflikte in internationalen Lieferantenbeziehungen, in internationalen Forschungs- und Entwicklungskooperationen oder in internationalen, virtuellen Projektteams. Konflikte können so schneller, effektiver und kostengünstiger als bei herkömmlichen Gerichtsverfahren gelöst werden.

Die Hauptursachen grenzüberschreitender Konflikte sind kulturelle Unterschiede, wie unterschiedliche Verhaltens- und Arbeitsweisen, unterschiedliche Werte sowie die häufig große räumliche Distanz zwischen den Konfliktparteien. In allen drei Projektländern werden Mediatoren, Richter und Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt interkulturelle Mediation weitergebildet. Darüber hinaus wird eine europaweite Datenbank für zertifizierte interkulturelle Mediatoren aufgebaut.

Zentraler Bestandteil ist die Videokonferenz-Plattform „Concilia Online“. Diese wird bereits erfolgreich an zahlreichen italienischen Handelskammern eingesetzt. Gleichzeitig wird die bestehende Plattform für die Besonderheiten interkultureller Mediation weiterentwickelt.

In zwei europäischen Konferenzen werden juristische Experten, Unternehmer und Mediatoren Erfahrungen zur Lösung grenzüberschreitender Konflikte austauschen. Die erste Konferenz wird vom 20.-22. Oktober 2011 in Florenz, die Abschlusskonferenz vom 14.-16. Juni 2012 in Stuttgart stattfinden.

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