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E-Interview zum Roundtable Green IT mit Jacques Muller

E-Interview zum Roundtable Green IT mit Jacques Muller
Herausgebende Organisation
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Online seit
19.10.2007
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Grundinformationen
Veröffentlichungsdatum :
10.2007
Inhalte
Abstract / Inhalt:

Moderation und Einführung: Thomas Meyer, IDC, VP EMEA Systems and Infrastructure Solutions

Green IT beschäftigt sich grundsätzlich mit der Frage, in welcher Weise die Anwender und Anbieter von IT den ökologischen Auswirkungen der Nutzung von Computern und Kommunikationsmitteln Rechnung tragen. Ausgangspunkt aller Überlegungen zum Thema „Grüne IT“ ist der Aspekt der Kosten bzw. die Möglichkeiten zur Kostensenkung. Im Wesentlichen handelt es sich um einen wirtschaftlich motivierten Ansatz, der durch die Knappheit der Ressourcen und die steigenden Kosten von Energie und Abfallentsorgung noch attraktiver wird. Ökologische Aspekte fließen in die Produktionsplanung und die IT-Lieferkette ein ‑ eine Entwicklung, die sich künftig durch neue Gesetzgebungen noch deutlich beschleunigen wird.

Aber es geht nicht nur um Kostenaspekte. In der Region EMEA sind die EU und viele nationale Regierungen weltweit führend in der Umweltgesetzgebung und sorgen dafür, dass bereits heute kein IT-Anbieter mehr ohne ein gewisses Maß an „ökologischer Verträglichkeit“ hinsichtlich seiner Produktpalette auskommt. Nach der Ansicht von IDC gehört es zu einer tragfähigen Strategie für unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung, mehr zu tun, als das Gesetz verlangt, um einen Ruf als wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu erlangen. Das macht die EMEA-Region auch zu einem geeigneten Ort, um Strategien für unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung sowie Green IT zu schaffen und zu entwickeln.

Bisher gibt es im Markt zahlreiche punktuelle Ansätze und Methoden, um Probleme wie Kohlendioxidemissionen, Energieversorgung und Kühlung in Datenzentren oder Recyclinglogistik zu lösen. Oft herrscht jedoch die Meinung vor, dass eine große finanzielle Investition erforderlich ist, einen effizienteren Ansatz zu realisieren. Dies ist aber nicht immer notwendig. Oftmals wirken sich beispielsweise schon einfache Nutzungsrichtlinien sehr positiv auf die Energieverbrauchsstatistiken von Unternehmen und Mitarbeitern aus.

Trotzdem beschert der Green IT Fokus sowohl der Industrie als auch den Kunden eine vielschichtige und komplexe Thematik, die nach viel Aufklärung verlangt. Helfen können dabei z.B. Herstellererfahrungen oder auch Best Practice Beispiele um Anstösse in der Betrachtungsweise für Implementierungsansätze und potentielle Metriken zu liefern.

Zu den Teilnehmern des Virtual Roundtable

Viel Spass beim Lesen!


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Der/die Autor(en)
Insgesamt: 1
Jacques Muller
Experte
Person
APC-MGE
Anfang 2007 wurde Jacques Muller in die Stelle des Zone Manager Germany & Austria der fusionierten APC-MGE Deutschland und Österreich berufen. In seiner neuen Funktion legt Muller sein Hauptaugenmerk auf die drei Eckpfeiler Distribution, Projektgeschäfte und Service. Die französische Schneider Electric Gruppe hat Jacques Muller, den bisherigen Geschäftsführer der MGE USV-Systeme GmbH, Neuss zum Geschäftsführer der fusionierten APC-MGE Deutschland und Österreich benannt. Im Zuge der Übernahme [...]
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e-interview_green_it_jacques_muller.pdf
                                          Roundtable “Green IT” Sep ´07

E-Interview mit Jacques Muller zum Virtual Roundtable:

                        Titel des Interviews:    Vice President DACH & Israel
                        Name:                    Jacques Muller
                        Funktion/Bereich:        Management
                        Organisation:            APC-MGE




                Moderation:
                Thomas Meyer,
                VP, IDC EMEA Systems & Infrastructure Solutions
                IDC Central Europe GmbH



Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Green IT beschäftigt sich grundsätzlich mit der Frage, in welcher Weise die Anwender
und Anbieter von IT den ökologischen Auswirkungen der Nutzung von Computern und
Kommunikationsmitteln Rechnung tragen. Ausgangspunkt aller Überlegungen zum
Thema „Grüne IT“ ist der Aspekt der Kosten bzw. die Möglichkeiten zur Kostensen-
kung. Im Wesentlichen handelt es sich um einen wirtschaftlich motivierten Ansatz, der
durch die Knappheit der Ressourcen und die steigenden Kosten von Energie und
Abfallentsorgung noch attraktiver wird. Ökologische Aspekte fließen in die
Produktionsplanung und die IT-Lieferkette ein – eine Entwicklung, die sich künftig
durch neue Gesetzgebungen noch deutlich beschleunigen wird.
Aber es geht nicht nur um Kostenaspekte. In der Region EMEA sind die EU und viele
nationale Regierungen weltweit führend in der Umweltgesetzgebung und sorgen dafür,
dass bereits heute kein IT-Anbieter mehr ohne ein gewisses Maß an „ökologischer
Verträglichkeit“ hinsichtlich seiner Produktpalette auskommt. Nach der Ansicht von IDC
gehört es zu einer tragfähigen Strategie für unternehmerische und gesellschaftliche
Verantwortung, mehr zu tun, als das Gesetz verlangt, um einen Ruf als wertvolles
Mitglied der Gesellschaft zu erlangen. Das macht die EMEA-Region auch zu einem
geeigneten Ort, um Strategien für unternehmerische und gesellschaftliche Verant-
wortung sowie Green IT zu schaffen und zu entwickeln.
Bisher gibt es im Markt zahlreiche punktuelle Ansätze und Methoden, um Probleme
wie Kohlendioxidemissionen, Energieversorgung und Kühlung in Datenzentren oder
Recyclinglogistik zu lösen. Oft herrscht jedoch die Meinung vor, dass eine große
finanzielle Investition erforderlich ist, einen effizienteren Ansatz zu realisieren. Dies ist


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                                       Roundtable “Green IT” Sep ´07

aber nicht immer notwendig. Oftmals wirken sich beispielsweise schon einfache
Nutzungsrichtlinien sehr positiv auf die Energieverbrauchsstatistiken von Unternehmen
und Mitarbeitern aus.
Trotzdem beschert der Green IT Fokus sowohl der Industrie als auch den Kunden eine
vielschichtige und komplexe Thematik, die nach viel Aufklärung verlangt. Helfen
können dabei z.B. Herstellererfahrungen oder auch Best Practice Beispiele, um
Anstösse für Implementierungsansätze und für potentiell geeignete Metriken zu liefern.
Dieser Roundtable führender IT-Unternehmen soll helfen, diese Aufklärung voran-
zubringen und den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern. Wir freuen uns auf
Ihr Feedback zu den Aussagen der teilnehmenden Firmen.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen

Thomas Meyer von IDC und das NetSkill-Team


Frage 1:
Könnten Sie kurz beschreiben, inwieweit sich Ihr Unternehmen mit umweltfreundlichen
Initiativen in IT auseinandersetzt bzw. diese schon implementiert hat?



             Jacques Muller
             Vice President DACH & Israel
             APC-MGE



Antwort:


Seit mehreren Jahren unterstützt APC-MGE die RoHS- und WEEE-Richtlinien.
Gemeinsam mit bekannten Branchenführern ist APC-MGE Gründungsmitglied des
Green Grid-Konsortiums. Als aktives Mitglied im Verwaltungsrat der Non-Profit-
Organisation erarbeitet und konzipiert APC-MGE plattformunabhängige Standards,
Messverfahren, Prozesse und neue Technologien zur Verbesserung der
Energieeffizienz in Datencentern.
Ergebnis aus dieser Mitgliedschaft und gleichzeitig ein erster Schritt zum
umweltfreundlicheren Betrieb von Serverräumen und Rechenzentren ist die APC-MGE
Efficient EnterpriseTM Architektur. Das revolutionäre Konzept vereint
Stromversorgungs-, Kühl- und Management-Komponenten in einer integrierten
Komplettlösung, welche u.a. zur wesentlichen Senkung des Stromverbrauchs im
Datencenter beiträgt sowie für effiziente Kühlung der IT-Architektur sorgt.
Unternehmen können so nicht nur die Betriebskosten erheblich senken, sondern
gleichzeitig Ressourcen sparen.



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                                       Roundtable “Green IT” Sep ´07

Frage 2:
Welche Bedeutung haben - Ihrer Erfahrung nach – heute Green IT Massnahmen für
das Management der meisten Anwenderunternehmen? Ist es heute schon ein 'Muss'?

Wie sollte ein Anwenderunternehmen Green IT Initiativen aufgreifen? Gibt es z.B.
Metriken und Standards im Bezug auf Green IT?




             Jacques Muller
             Vice President DACH & Israel
             APC-MGE



Antwort:


Die laufenden Debatten um den Klimaschutz und steigende Strompreise lassen den
Energieverbrauch zu einer unternehmenskritischen Größe werden. Laut Gartner hat
sich der Stromverbrauch für Server im Zeitraum von 2000 bis 2005 verdoppelt. Nach
aktuellen Berechnungen liegen die jährlichen Kosten für jedes Kilowatt IT-Last bereits
bei rund 1.000 Euro. IT-Experten gehen außerdem davon aus, dass die Klimatisierung
in absehbarer Zeit den Serverbetrieb als größten Kostenfaktor im RZ ablösen könnte.
Die Steigerung der Energieeffizienz von Datencentern rückt deshalb zunehmend ins
Visier der technischen und kaufmännischen Entscheider.
Gegenwärtig zählen zu den häufigsten Maßnahmen einer umweltbewussten
Konsolidierung der Datencenter das Ablösen alter IT-Systeme, die Standardisierung
der Serverlandschaft, ein effizienterer Betrieb der Hardware durch Virtualisierung oder
die Migration auf Energie sparende Computing-Plattformen. Oftmals bleibt jedoch die
Betrachtung der physikalischen IT-Infrastruktur außen vor, obgleich hier lohnende
Verbesserungspotentiale liegen. Um das Potenzial physikalischer IT-Infrastrukturen
optimal auszuschöpfen, ist ein ganzheitliches Konzept notwendig, am besten aus einer
Hand. Unserer Meinung nach lässt sich allein auf diese Weise durchschnittlich 20
Prozent mehr Energieeffizienz erzielen.




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                                       Roundtable “Green IT” Sep ´07

Frage 3:
Was sehen Sie dabei als Treiber eines umweltorientierten Handelns aus Kunden-,
Wettbewerbs- und ggf. gesellschaftlicher Perspektive?



             Jacques Muller
             Vice President DACH & Israel
             APC-MGE



Antwort:

Natürlich ist der Stromverbrauch seit jeher das zentrale Thema und der größte
Kostenfaktor für IT-Manager. Dazu stellt die Miniaturisierung der Hardware eine immer
größer werdende Herausforderung für physikalische IT-Infrastrukturen dar, da immer
mehr Energie pro Quadratmeter im Rechenzentrum verbraucht wird. Damit steigt der
Aufwand für die Stromzuführung sowie für die Wärmeabführung. Nach Prognosen von
Gartner verfügen 2008 etwa 50 Prozent der Rechenzentren nicht mehr über
ausreichend Energie- und Kühlungskapazitäten. Eine Lösung stellen wir mit unserer
kürzlich präsentierten Efficient EnterpriseTM Architektur vor. Erstmals werden hier
Stromversorguns-, Kühl- und Management-Komponenten in einer integrierten
Komplettlösung vereint, um die Betriebskosten von Datencentern auf ein Minimum zu
reduzieren.
Aus wettbewerblichen Gesichtspunkt entsteht durch neue Prozessoren, Blade Server
und Kühlmethoden natürlich ein Konsilidierungstrend in den Rechenzentren. Im
Rahmen einer Umfrage der AFCOM, einem internationalen Verband von
Rechenzentrums-Fachleuten, geht ein Drittel der Befragten davon aus, ihre
Rechenzentren in den nächsten zehn Jahren verlagern zu müssen. 45 Prozent
rechnen damit, bestehende Einrichtungen grundlegend umzugestalten. Für APC-MGE
ergeben diese Trends einen riesigen Wachstumsmarkt.
Dem Thema Energieverbrauch und Klima-/ Umweltschutz kann aus gesellschaftlicher
Sicht gar nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet werden. Auf Voll-Last laufende
Klimaanlagen schaffen es vielfach nicht mehr, die Rechenzentren genügend zu kühlen.
Nach aktuellen Gartner-Angaben verursacht die weltweite Informations- und
Kommunikationstechnik (ITK) rund zwei Prozent der weltweiten CO2-Emmisionen.
Einerseits ist die IT ein mächtiges Mittel zur Produktionssteigerung, andererseits aber
auch einer der größten Energieverbraucher und Umweltbelaster.




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                                       Roundtable “Green IT” Sep ´07

Frage 4:
Schauen wir in die Zukunft: Welche Business- und Technologie-Entwicklungen sehen
Sie in Bezug zu „Umwelt und IT“ in den nächsten 3-5 Jahren als besonders wichtig
an?



             Jacques Muller
             Vice President DACH & Israel
             APC-MGE



Antwort:


Aus dem Blickwinkel eines führenden Herstellers für physikalische IT-Sicherheit
werden in Zukunft modulare, flexible und hocheffiziente Komponenten eine sehr
bedeutende Rolle im Rechenzentrum spielen. Doch damit ist die Entwicklung noch
nicht zu Ende: Weil die nächsten USV-Generationen immer weniger Potential für
Verbesserungen bieten, wird sich die Entwicklungsarbeit verstärkt den High-Density-
Lösungen widmen, welche angesichts der laufenden Virtualisierungs- und
Serverkonsolidierungswelle obligatorisch werden.

Neben neuen Standards und der Echtzeitüberwachung wird vor allem auch die
Rohstoffreduzierung eine im Vergleich zu den aktuellen Effizienzbestrebungen ähnlich
hohe Bedeutung erfahren.

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