Volatilitäten, Korrelationen und Asset Allocation – die Sprache der Finanzwelt ist für Privatanleger oftmals ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist Verständlichkeit das geheime Kapital der Finanzindustrie.
Bereits Ende 2010 hat die Universität Hohenheim eine Studie zur Sprache deutscher Finanzinstitute vorgelegt. Die Bilanz war ernüchternd. Einige Texte von Banken stellten sich als so unverständlich heraus, dass sie vom Schwierigkeitsgrad her gesehen beinahe einer Doktorarbeit entsprachen. Der Studie wurde daraufhin mit dem bezeichneten Titel „An den Kunden vorbei. Die Sprache der Banken“ versehen.
Rechtlich sauber, aber unverständlich
Wie ist zu erklären, dass Texte aus Finanzhäusern sich hinsichtlich ihrer Unverständlichkeit den Rang ablaufen? Die Antwort ist plausibel: Viele Finanzunternehmen stehen vor dem Spagat zwischen rechtsicheren Formulierungen und verständlicher Schreibweise. Denn Finanzinstitute sind in Deutschland besonders streng beaufsichtigt. Sie müssen es bei der Gestaltung der Produktunterlagen rechtlich daher ganz genau nehmen. Dabei sind es die Juristen der Unternehmen, die die Texte der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und rechtlich einwandfreie Fußnoten gar selbst verfassen. Ein Blick in das bürgerliche Gesetzbuch genügt, um zu sehen, dass rechtssichere Formulierungen oftmals nicht verbraucherfreundlich sind. [...]
Den vollständigen Artikel aus dem apano Newsletter 01/12 finden Sie als PDF-Datei im Anhang!
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