Mit der Monte-Carlo-Analyse wird dem Zufallsprinzip ein Schnippchen geschlagen. *
Was hat ein Stadtteil von Monaco mit der Analyse von mathematischen Durchschnittswerten zu tun? Und warum kann diese Analyse Erkenntnisse darüber liefern, welche Ertragschancen eine Anlagestrategie mit sich bringt? Wir sagen es Ihnen.
Jeder Investor macht die Erfahrung: Kapitalanlagen durchlaufen in der Regel sowohl Höhen als auch Tiefen. Und auch starke Ausreißer nach oben oder unten sind dabei durchaus nichts Ungewöhnliches. Mittels der so genannten Monte-Carlo-Simulationstechnik können die durchschnittlichen Ertragschancen eines Produktes im Vorfeld errechnet werden. Dabei kommt das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsverteilung zum Einsatz.
Die Wahrscheinlichkeit von Renditen
Der Begriff „Monte-Carlo-Simulation“ bzw. „Monte-Carlo-Analyse“ hat seinen Ursprung in den 1940er Jahren. Damals wurde der Name von dem Stadtteil Monte Carlo abgeleitet, die ihre Bekanntheit insbesondere durch ihre Spielbank erlangt hat. Bei der Monte-Carlo-Simulation werden bei den nach dem Zufallsverfahren erzeugte monatliche Bruttorenditen für eine Anlagestrategie kombiniert, um simulierte Verteilungen der Erträge für das Produkt als Ganzes darzustellen. Durch dieses Verfahren, das dem Zufallsverhalten von Rouletterädern ähnelt, kann somit für verschiedene Anlagezeiträume errechnet werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit welches im Jahresdurchschnitt betrachtete Renditeniveau noch erreicht oder übertroffen werden kann. Eine mögliche Variable kann etwa ein sich verändernde Zinssatz
sein. Die Monte-Carlo-Simulation fußt dabei auf dem Gesetz der großen Zahl. Diesem zufolge nähert sich die relative Häufgkeit eines Zufallsergebnisses immer stärker an seine Wahrscheinlichkeit an, je häufger das Zufallsexperiment durchgeführt wird.
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* Dieser Artikel ist aus dem apano - Newsletter 01/2010
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