Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass Offshore Development dank seiner Kostensenkungspotentiale langfristig auch in Deutschland eine wichtige Rolle spielen wird, denn die Bereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland wächst, ihre IT-Projekte mit Partnern aus Mittel- und Osteuropa durchzuführen. Zwar haben bisher nur 38% der Befragten bereits IT-Projekte mit MOE-Partnern durchgeführt, jedoch können sich 78% der Unternehmen eine solche Zusammenarbeit gut vorstellen.
Die deutschen Unternehmen, die IT-Offshore-Projekte mit MOE-Partnerfirmen bereits durchgeführt haben, beurteilen diese Zusammenarbeit sehr positiv. der Preis wird am besten beurteilt: insgesamt 81% der Befragten haben den von mittel- und osteuropäischen Unternehmen angebotenen Preis als gut bzw. sehr gut bezeichnet. Die IT-Fachkenntnisse der Anbieter werden als die zweitbeste Kategorie beurteilt: 76% der deutschen Unternehmen fanden sie gut bzw. sehr gut.
Bei der Betrachtung der Kommunikation während des Projektes tauchen jedoch starke Divergenzen auf: 38% der Befragten bezeichneten den Kommunikationsablauf als gut, dagegen aber gaben genauso viele Unternehmen die Antwort schlecht und sehr schlecht an. Die Kommunikation stellt sich also als der Bereich heraus, in dem weitere Verbesserungsaktivitäten erforderlich sind.
Als entscheidender Grund für die Durchführung der IT-Offshore-Projekte werden Kosteneinsparungen genannt: mehr als drei Viertel der Befragten haben diese Antwort angegeben. Die zwei weiteren Gründe: hochqualifizierte IT-Experten beim Anbieter (42%) und der Mangel an eigenen IT-Fachkräften im eigenen Haus (26%) entsprechen der Lage auf dem deutschen IT-Markt, auf dem Fachkraftmangel herrscht. 30% der befragten Unternehmen nannten die Referenzen und 21% - die bisherigen positiven Erfahrungen. Es kann also behauptet werden, dass ausführliche und zuverlässige Informationen zu vorhandenen Offshore-Möglichkeiten sowie zu positiven Erfahrungen den Weiterentwicklungstrend des Offshore-Developments in MOE verstärken könnten.
Geographische Entfernung, sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede sind die drei wichtigsten Gründe für die Projektablehnung. Insbesondere bei dem Punkt geographische Entfernung zeigt sich, dass die befragten Unternehmen trotz der Verfügbarkeit moderner Infrastruktur und Kommunikationsmedien der örtlichen nähe zum Dienstleister einen hohen Stellenwert beimessen.
Im Bereich Fremdsprachen befinden sich die deutschen Unternehmen auf einem hohen aber dennoch steigenden Niveau. Sehr gute Englischkenntnisse können weitgehend als Standard angesehen werden. Über ausreichend professionelle Russischkenntnisse verfügen lediglich 2% der befragten Unternehmen.
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