Doktor- und Professorentitel – Viel Können oder nur schöner Schein?
Die Diskussionen um die Dissertation von Theodor zu Guttenberg haben bis heute wohl mehr Seiten gefüllt, als die Arbeit selbst. Dabei ist der „Fall“ zu Guttenberg nur ein Symptom für einen Trend in unserer Gesellschaft, sich mit akademischen Titeln zu schDie Diskussionen um die Dissertation von Theodor zu Guttenberg haben bis heute wohl mehr Seiten gefüllt, als die Arbeit selbst. Dabei ist der „Fall“ zu Guttenberg nur ein Symptom für einen Trend in unserer Gesellschaft, sich mit akademischen Titeln zu schmücken. Das Thema ist nicht neu, aber selten so aktuell. Wir beobachten derzeit eine wiedererwachte Titelgier in Deutschland.
Besonders beliebt ist der Doktorgrad. Der Titel wird i. d. R. nach der Erstellung einer in sich abgeschlossenen, wissenschaftlichen Arbeit, deren positive Bewertung durch zwei bis drei Gutachter, einer erfolgreichen Prüfung/Verteidigung (Disputation oder mitunter auch Rigorosum) und i. d. R. auch erst nach der Veröffentlichung oder Ausgabe von Pflichtexemplaren der Schrift verliehen. Auch ist es z. T. möglich, eine Reihe einzelner, weniger umfangreicherer wissenschaftlicher Schriften einzureichen (sogn. kummulative Dissertation). Den Verfahren (Promotion) liegen an den Universitäten „Promotionsordnungen“ zugrunde, die auch die Voraussetzungen zur Promotion festlegen (i. d. R. Abschluss eines Studiums an einer akademischen Hochschule (Universität)), deren Einhaltung von Promotionskommissionen für jeden Fall überwacht werden. An angelsächsischen Universitäten und auch zunehmend in Deutschland werden zudem „Promotionsstudiengänge“ mit Seminaren und Kolloquien angeboten, die die Erstellung der Arbeit begleiten.
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