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Währungsdiversifikation streut das Risiko - Dr. Hubert Spechtenhauser über das Anlegervertrauen in Auslandsfonds

Interview mit Dr. Hubert Spechtenhauser
Währungsdiversifikation streut das Risiko - Dr. Hubert Spechtenhauser über das Anlegervertrauen in Auslandsfonds
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Interview mit Dr. Hubert Spechtenhauser

Hannover Leasing setzt für seinen aktuellsten Geschlossenen Immobilienfonds auf ein Landmark Building in London. Der Geschäftsführer über das Gebäude am 30 Crown Place und das Anlegervertrauen in Auslandsfonds.

Herr Dr. Spechtenhauser, war 30 Crown Place für Hannover Leasing ein Lucky Punch im Londoner of-market oder ist dies ein positives Beispiel wie in Zukunt Geschlossene Fonds wieder in der Anlegergunst steigen können?
Spechtenhauser: Für uns ist sie eine sehr attraktive Immobilie an einem exklusiven Standort. Dort rechnen wir auch auf lange Sicht mit einer im Vergleich zum Gesamtmarkt überdurchschnittlichen Nachfrage. Hinzu kommt die langfristige Vermietung an einen Mieter mit bester Bonität. Dies sind Merkmale, die gerade sicherheitsorientierte Fondszeichner schätzen. Natürlich sind solche Investitionsgelegenheiten relativ rar gesät.

Anleger meiden doch zurzeit Risiken, besonders Auslandsfonds. Was setzen Sie dem volatilen Londoner Markt und dem Währungsrisiko Pfund entgegen?

Spechtenhauser
: Zweifellos ist London volatiler als die deutschen Immobilienmärkte. Aber in der City of London konzentriert sich eine enorme Investorenund Mieternachfrage, die sich nach schwachen Marktzyklusphasen auch schneller erholt als anderswo. Auch die hohe Liquidität und Markttransparenz machen London für sicherheitsorientierte Investoren interessant. Eine Diversiikation der Anlagen nach unterschiedlichen Währungen ist nicht nur ein Risiko, sondern auch eine Möglichkeit zur Risikostreuung. Gerade angesichts der Entwicklung in Griechenland und Italien und der Auswirkungen auf den Euro fragen sich viele Anleger, ob sie nicht einen Teil ihres Kapitals in anderen Währungsräumen investieren sollten.

Zehn Jahre Boom gibt es nicht. Wie weiß der Anleger, was er herausbekommt?
Spechtenhauser
: Den exakten Stand der Marktentwicklung in zehn Jahren kennt niemand. Aber zu den bestmöglichen Voraussetzungen, dass sich ein Fonds gut entwickelt, gehört die Wahl eines Standorts, an dem lange Schwächephasen erfahrungsgemäß unwahrscheinlicher sind. Der Mietvertrag über 20 Jahre gibt Anlegern darüber hinaus die Möglichkeit, nicht nach zehn Jahren verkaufen zu müssen. Sie können – falls erforderlich – auch eine Markterholung abwarten.

„ Die Flucht in Sachwerte erzeugt noch keine steigende Nachfrage nach
Geschlossenen Fonds. Dafür müssen wir unsere starke Nähe zum Direktinvestment und unser solides Asset-Management verdeutlichen.“

Wie erzeugen Sie Vertrauen nach vielen gebrochenen Ausschüttungsversprechen von Geschlossenen Fonds?

Spechtenhauser
: Wir verlassen uns nicht allein auf positive Marktprognosen. Das Potenzial unserer Fondsimmobilie resultiert daraus, dass die aktuelle Miete heute 21 Prozent unter der objektspeziischen Marktmiete liegt. Wir haben einen Mietvertrag bis 2030 und mit Pinsent Masons einen bonitätsstarken Mieter.

Doch die Erwartung eines 30-prozentigen Anstiegs des Marktniveaus und die „upwards only“-Anpassung ist kein Fakt.

Spechtenhauser
: Die vertraglich möglichen Anpassungen an die Marktmiete erfolgen automatisch alle fünf Jahre. Der worst case dabei wäre eine Stagnation. Da wir aktuell deutlich unter der Marktmiete liegen, sind die Chancen auf eine Anpassung nach oben deutlich größer als bei einer Immobilie, die bereits jetzt auf oder über dem Marktniveau vermietet ist.
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