— Über die Abwicklung des Axa Immoselect berichten derzeit viele Medien umfangreich. Forum Online beantwortet die wichtigsten Fragen.
24. Oktober 2011. Rund ein Jahr ist die Diskussion um Offene Immobilienfonds her, jetzt hat sich mit dem Axa Immoselect ein weiterer Fonds gegen eine Wiedereröffnung und für eine geordnete Liquidation entschieden. Forum Online erklärt, was das konkret bedeutet und liefert Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Was erwartet mich bei der Liquidierung eines Fonds?
Je nachdem, wie sich die Fondsgesellschaft mit der Aufsichtsbehörde BaFin einigt, gibt es ganz unterschiedliche Szenarien. Im Fall des Axa Immoselect ist es das Ziel des Managements, alle 66 Immobilien und Beteiligungen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren sukzessive zu bestmöglichen Preisen zu verkaufen. Die Erlöse werden voraussichtlich ab April 2012 in halbjährlichen Raten an die Anleger ausgezahlt.
Branchenexperten halten dieses geordnete Verfahren für eine sinnvolle Entscheidung: Nur so ist gewährleistet, dass jeder Anleger, ob Groß- oder Kleininvestor, zum Zuge kommt und nicht die reaktionsschnellsten Verkäufer belohnt werden. Der lange Zeitraum ist notwendig, um das Immobilienportfolio ohne Zeitdruck zu verkaufen, Notverkäufe zu vermeiden und einen möglichst hohen Kapitalrückfluss zu erzielen.
Was soll ich mit meinen Anteilen machen, wenn diese von der Fondsgesellschaft nicht mehr zurückgenommen werden?
Es gibt die Möglichkeit, die Anteile über die Börse zu veräußern. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass der Anteilsverkauf über die Börse zu einem deutlich höheren Abschlag als bei der Wiedereröffnung des Fonds erfolgt. Zurückblickend sollte diesen Weg daher nur derjenige wählen, der sein Kapital dringend benötigt. Alle anderen sollten darauf setzen, dass das Management während der Liquidation bestmögliche Preise am Markt für seine Immobilien erzielen kann. Eine Garantie gibt es dafür aber leider nicht.
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