Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Branchen:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Weiterleiten
 

Grundlagen Elektrischer Explosionsschutz - aktuell und umfassend

Grundlagen Elektrischer Explosionsschutz - aktuell und umfassend
Kompetenzindex:
100%
Als eigenen Kontakt hinzufügen
Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
Empfänger kann keine Nachrichten empfangen
Empfehlung versenden
Positiv bewerten
Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
[#hidden_actions_html#]
Ansprechpartner Daniela Deubel
Herausgebende Organisation
Beschreibung
Technische Entwicklung des Explosionsschutzes

Im 19ten Jahrhundert hielt die Elektrotechnik ihren Einzug in Industrie und Haushalte. Unmittelbar danach entwickelten sich, begründet durch das im Steinkohlenbergbau auftretende Methan und den Kohlenstaub, die ersten Grundlagen für den elektrischen Explosionsschutz. Die Vorteile der Elektrizität waren so überzeugend, dass man intensiv daran arbeitete, Mittel und Wege zu finden, wie das Zusammentreffen von explosionsfähiger Atmosphäre und Zündquellen - bedingt durch die Anwendung elektrischer Betriebsmittel - ausgeschlossen werden kann und wie somit Explosionen vermieden werden können.

Nach anfangs bitteren Erfahrungen konnten die Schlagwetterexplosionen sehr stark zurückgedrängt werden und elektrische Betriebsmittel im ordnungsgemäßem Zustand mit hohem Sicherheitsstandard eingesetzt werden.

Heute ist die Zahl der Ereignisse, die durch elektrische Zündquellen verursacht werden, erfreulicherweise gering. Der Aufwand an Entwicklung und Fertigung sowie die gesetzlichen Regelungen haben sich bewährt, deshalb muss die häufig gestellte Frage "ob der Aufwand gerechtfertigt ist" mit ja beantwortet werden. Ein Nachlassen wäre sträflicher Leichtsinn. Leider gibt es noch genügend Beispiele, die uns die verheerenden Auswirkungen von Explosionen für Menschen und Anlagen vor Augen führen.

Vor den Lösungen, die die Zündquellen betreffen, man bezeichnet sie als sekundären Explosionsschutz, hat der primäre Explosionsschutz Vorrang, d.h. man bemüht sich um die Verwendung von Stoffen, die nicht brennbar sind und die keine explosionsfähige Atmosphäre bilden können.

In unseren Tagen geht die Ausführung von explosionsgeschützten Betriebsmitteln längst über das Gebiet der Elektrotechnik hinaus. Wie den weiteren Ausführungen zu entnehmen ist, sind zukünftig auch nichtelektrische Betriebsmittel prüf- oder wenigstens beurteilungspflichtig. Dabei spielt das als Folge jahrzehntelanger Erfahrungen angesammelte Wissen der Hersteller auf dem Gebiet des Explosionsschutzes der elektrischen Betriebsmittel eine wesentliche Rolle und kommt nun auch den Herstellern der nichtelektrischen Betriebsmittel zugute. Häufig sind diese Hersteller Abnehmer von Produkten der Elektrotechnik, so dass sich hier ein Kontakt automatisch anbietet.

Es gibt vielfältige Anwendungsfälle, die explosionsgeschützte Betriebsmittel erfordern. In den über 100 Jahren elektrischer Explosionsschutz sind Prinzipien und Techniken entwickelt worden, die es ermöglichen, selbst elektrische Messtechnik auch dann einzusetzen, wenn die Explosionsgefahr - in Reaktionsgefäßen z. B. - permanent vorhanden ist.

Der Anwendungsbereich im Bergbau war der Anfang. Die Nutzung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas ist ein weites Einsatzfeld für explosionsgeschützte Betriebsmittel. Die organische Chemie, die Lack- und Farbenindustrie oder die pharmazeutische Industrie be- und verarbeitenbrennbare Flüssigkeiten und brennbare Gase. Mit der Gewinnung und Nutzung von Biogas, durch ökologische Nutzung von Deponien, entwickeln sich ständig neue Anwendungsbereiche. Die Nutzung von Wasserstoff wird intensiv diskutiert, versuchsweise praktiziert und auf Messen vorgestellt.

Auf dem Gebiet der Elektrotechnik sind international vereinheitlichte Baubestimmungen in IEC-Standards und -Berichten formuliert. Dies erfolgt weitgehend in Übereinstimmung mit den CENELEC-Standards. Gegenwärtig werden die Ziffernfolgen zwischen IEC, CENLEC und DIN vereinheitlicht, die Umstellung bringt aktuell verschieden laufende Veränderungen, vereinfacht aber die zukünftige Arbeit.

Die Europäische Gemeinschaft hat sich mit der Ex-Richtlinie 94/9/EG eine Basis für verbindliche einheitliche Beschaffenheitsanforderungen hinsichtlich des Explosionsschutzes von Systemen, Geräten und Komponenten gegeben, die durch die genannten EN-Standards der CENELEC- und CEN-Normenorganisation untersetzt sind und werden.

Mit diesen Standards kann der Hersteller bei der Konstruktion und Beurteilung des Explosionsschutzes davon ausgehen, dass er sichere, der Ex-Richtlinie 94/9/EG entsprechende, explosionsgeschützte Systeme, Geräte und Komponenten entwickelt, die dann bei einer benannten Prüfstelle der EG nach einheitlichen, verbindlichen Verfahren der Prüfungen unterzogen werden. Die in der EG benannten Prüfstellen stellen nach bestandener Prüfung EG-Baumusterprüfbescheinigungen aus, die in Europa die einheitliche Beschaffenheit hinsichtlich der geforderten Sicherheit der explosionsgeschützten Betriebsmittel mit höchstem oder erhöhtem Sicherheitsniveau gewährleisten. Diese EG-Baumusterprüfbescheinigungen oder vom Hersteller durchgeführte Beurteilungen sind eine Voraussetzung für eine Fertigung und das Inverkehrbringen von Systemen, Geräten und Komponenten mit höchstem und erhöhtem Sicherheitsniveau.

Gleiche, einheitliche Beschaffenheitsanforderungen werden nach der Ex-Richtlinie 94/9/EG auch für die Beschaffenheit und die zur Aufrechterhaltung dieses Zustandes erforderliche Wartung gefordert. Die technischen Parameter sind ebenfalls in EN-Standards festgelegt.

Eine einheitliche Einstufung der explosionsgefährdeten Anlagen ist Basis für die Auswahl und Zuordnung der Systeme und Geräte, einschließlich ihrer Installation. Die entsprechenden EN-Standards werden in Umsetzung der Richtlinie 1999/92/EG nach und nach erarbeitet und verabschiedet. Nach dieser EG-Richtlinie ist ein Ex-Dokument Voraussetzung für die Errichtung und den Betrieb einer explosionsgefährdeten Anlage. Ein solches Dokument schafft erst die Möglichkeit Systeme, Geräte und Komponenten nach dem Gesichtspunkt des Explosionsschutzes auszuwählen, normengerecht zu installieren, zu betreiben, zu warten und schließlich auch zu reparieren.

Die Umsetzung der Richtlinien in nationale Regelungen erfolgt in Deutschland z. B. durch das Gerätesicherheitsgesetz und die Betriebssicherheitsverordnung. Die Richtlinie 94/9/EG formuliert einheitliche einzuhaltende Forderungen, während die nationalen Umsetzungen der Richtlinie 1999/92/EG, die Mindestforderungen enthält, die national erhöht werden können.

So entsteht durch die beiden genannten EG-Richtlinien ein geschlossenes System, mit dem Explosionen wirksam vorgebeugt wird, um Menschen, Umwelt und Sachwerte wirkungsvoll zu schützen.

BARTEC entwickelt und baut Systeme, Geräte und Komponenten, erarbeitet Lösungen und Projekte und realisiert sie für den Bereich Sicherheit.

Unser Unternehmensziel lautet:

BARTEC schützt Menschen und Umwelt
durch Sicherheit von Komponenten, Systemen und Anlagen.

Die kompletten Grundlagen zum Explosionsschutz finden Sie oben im Link!
Dialog
 
Ihr Beitrag zu Grundlagen Elektrischer Explosionsschutz - aktuell und umfassend
Publizieren

Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

Webseite externer Beitrag
Weitere Informationen im Internet
Weitere Inhalte
Ansprechpartner
Herausgebende Organisation
Weitere Inhalte