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Netzneutralität: Innovationskraft und Datendifferenzierung keine Antipoden

Stefan Heng
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"Netzneutralität: Innovation und Differenzierung keine Antipoden"

Die aktuelle Publikation von DB Research über "Netzneutralität" beschäftigt sich mit der scheinbaren Unvereinbarkeit der Datendifferenzierung mit der Innovationskraft im dynamischen Internet. Folgende Punkte werden dabei herausgearbeitet:

  • Kommunikationsinfrastruktur immer wichtiger im Standortwettbewerb. Der Ausbau der Kommunikationsinfrastruktur rückt daher in etlichen Staaten auf die Spitzenplätze der politischen Agenda. So werden die Investitionskosten für den Breitbandausbau allein in der Europäischen Union bis 2020 sicherlich die EUR 200 Mrd.-Marke überschreiten.
  • Kapazitätsengpässe in den Kommunikationsnetzen sind keine ferne Utopie. Die Fragen, wie Netzbetreiber die hinreichende Qualität beim Datentransport gewährleisten und damit zusammenhängend den erforderlichen Ausbau der Kommunikationsinfrastruktur wirtschaftlich profitabel realisieren können, werden so zwangsläufig immer drängender. [...]
  • Differenzierung kann Infrastrukturausbau und Innovation voranbringen. So erlaubt die preisliche Differenzierung, dass Infrastrukturinvestitionen schneller die Gewinnzone erreichen; Innovationen würden somit eher durchgeführt und Nutzern teilweise überhaupt erst verfügbar gemacht. Das oft geführte Argument, die Differenzierung würde die Innovation zwangsläufig bedrohen, ist demnach nicht haltbar.
  • Tragfähige Geschäftsmodelle benötigen zuverlässigen konsistenten Rechtsrahmen. Um künftige Innovationen in derzeit noch unvorhersehbaren Feldern des Internets nicht zu verhindern, dürfen dabei allerdings keine allzu strikten Regelungen festgezurrt werden. [...]
  • Regelungen zur Netzneutralität müssen auf länderspezifische Gegebenheiten zugeschnitten sein. Die Erfahrungen aus anderen Ländern helfen, können aber keinesfalls als Blaupause von anderen Wirtschaftsräumen übernommen werden. Dies dürfte weltweit zu einer Segmentierung der Rechtsvorschriften führen. Bilaterale Absprachen zwischen den verschiedenen Wirtschaftsräumen sind daher dringend erforderlich.

Die vollständige Studie - Netzneutralität - der DB Research finden Sie hier!
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