ICT: Always On - Wie der Einzelhandel die vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Internets für sich nutzen kann
Der Einzelhandel ist im Zeitalter des Internets angekommen."2011 wird […] in die Geschichte des deutschen Einzelhandels als das Jahr eingehen, in dem der Online-Vertrieb als Ergänzung zum stationären Handel den Durchbruch geschafft hat“, prognostiziert Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG (Lebensmittelzeitung vom 06.01.2011: Trends 2011 – Interviews). Und tatsächlich hat sich etwas getan im deutschen Online-Handel: Die deutschen Konsumenten haben 2009 für rund 15,5 Milliarden Euro Waren und Dienstleistungen im Internet gekauft. Erstmals gingen im Versandhandel mehr als 50 Prozent der Bestellungen über das Internet ein und der E-Commerce-Umsatz wächst seit 2003 durchschnittlich um 18 Prozent pro Jahr (GfK (2010): WebScope-Panel). Selbst Unternehmen wie die Media-Saturn-Gruppe, die sich lange gegen den Online-Handel gesträubt haben, wollen noch in diesem Jahr einen Online-Shop eröffnen. Dazu kaufte Media-Saturn kürzlich den Onlinehändler redcoon, der Großes vor hat: Redcoon plant nach eigenen Angaben, den Umsatz in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln und damit auf eine Milliarde Euro zu steigern ttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Redcoon-peilt-Milliardenumsatz-an-1220684.html (Download am 05. April 2011)).
Der Einzelhandel ist also angekommen im Zeitalter des Internet, aber die Technik erlaubt keine Verschnaufpause: Das Internet ist zunehmend nicht mehr nur zu Hause oder am Arbeitsplatz verfügbar, sondern nahezu überall. Immer mehr Menschen sind „always online“ und nutzen dies auch.
Herr Meier kauft nahezu täglich mit seinem Smartphone ein. Er beginnt schon morgens nach dem Aufstehen damit, wenn er Schlagzeilen aktueller Nachrichten überfliegt, wichtige Artikel direkt herunter lädt und am Frühstückstisch liest, bevor der Kiosk um die Ecke öffnet. Kurz danach bestellt er das Taxi zum Flughafen mit seinem Smartphone nicht nur mit einem Klick, sondern bezahlt es auch gleich damit, indem er das mobile Endgerät als Geldbörse nutzt. Unterwegs hat er Last Minute noch ein Flugticket bestellt und dabei einen Gutschein seines Reisebüros eingelöst, der ihm gestern anlässlich des 30sten Firmenjubiläums auf sein Smartphone zugeschickt wurde. Die Boardkarte landet auch direkt auf seinem mobilen Endgerät, so dass Herrn Meier am Flughafen genug Zeit bleibt, einige Buchrezensionen auf seiner Lieblings-Community zu lesen. Durch diese Empfehlungen bestellt er als Geschenk für seine Frau auf der mobilen Webseite eines Buchhändlers sicher den richtigen Roman, der hübsch verpackt bei seiner Rückkehr am Abend in der Filiale am Flughafen für ihn bereitstehen wird. Bevor er ins Flugzeug steigt, bestellt er über seine mobile Einkaufsliste noch die Lebensmittel, die seine Frau auf dem Rückweg von der Arbeit in der Supermarktfiliale abholen wird. Er freut sich schon auf das gemeinsame Kochen und hofft, am Abend mit seiner Frau einen neuen Auftrag feiern zu können.
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