BVI: Finanztransaktionssteuer belastet Fondssparer
- Auch Vorsorge-Sparer betroffen
- Wettbewerbsverzerrung gegenüber anderen Anlageformen
Frankfurt am Main, 11. Januar 2012
Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management wendet sich dagegen, Investmentfonds und deren Anleger in eine Finanztransaktionssteuer (FTT) einzubeziehen. Zwar sollten die Verursacher der Finanzkrise einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung der Folgeschäden beisteuern, aber deutsche Fonds waren weder Verursacher der Krise noch haben sie staatliche Unterstützung in Anspruch genommen. „Die Belastung würde vor allem Unternehmen und Investoren mit Sitz in Deutschland sowie langfristig sparende Bürger treffen, die angesichts der demografischen Entwicklung zur privaten Altersvorsorge angehalten sind“, so Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI.
Eine FTT träfe alle Fonds. Besonders kontraproduktiv wirkt die Steuer bei wertsicherungsorientierten Anlagestrategien oder auch RiesterFonds mit gesetzlich vorgegebenem Kapitalerhalt der eingezahlten Beiträge. Bei diesen Fonds müssen der Anteil der Aktien und Anleihen laufend der Marktlage angepasst werden. Langfristig agierende Riester-Fondssparer, die für das Alter sparen, würden mit Steuern von bis zu 14.000 Euro* belastet.
Darüber hinaus würden bloße Zu- oder Abflüsse in die Fonds bereits die Steuer auslösen. Denn die Fondsmanager müssten beispielsweise für die Liquiditätsbeschaffung schon Transaktionen vornehmen, ohne eine Neuausrichtung des Portfolios zu beabsichtigen.
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