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RE: ( 5 ) Nachhaltige Geldanlagen Anleger (institutionelle Anleger)

Andreas W. Korth
Antwort von Dipl. Volkswirt Andreas W. Korth, GOOD GROWTH INSTITUT für globale Vermögensentwicklung mbH zu Nachhaltige Geldanlagen Anleger (institutionelle Anleger) von Dr. Winfried Felser | 6.2.2012, 0:51:22 RE: ( 5 ) Nachhaltige Geldanlagen Anleger (institutionelle Anleger)

Gerade die institutionellen Anleger können ihre Portfolien wegen der Einführung von nachhaltigen Anlagekriterien nicht von heute auf morgen komplett umkrempeln. Es weder einer Pensionskasse noch einem Privatanleger vorzuwerfen, wenn er nicht bereit ist, höhere Kosten oder geringere Renditen in Kauf zu nehmen, um Nachhaltigkeitsziele in die Anlagestrategie zu integrieren.

Viel realistischer ist es, die Depots schrittweise in Richtung Nachhaltigkeit zu trimmen und Wertpapier für Wertpapier zu prüfen, wo es nachhaltige Lösungen gibt, die im Vergleich zur konventionellen Lösung mindestens wirtschaftlich gleichwertig sind. Diese pragmatische Vorgehensweise kann man z.B. über Software sehr schnell auch größeren Kreisen von Kunden zugänglich machen, so wie wir es über unseren Nachhaltigkeitsdepotcheck aktuell planen. Viele Berater und Banken sind in den letzten drei Börsenjahren abgetaucht und haben die Depots ihrer Kunden nicht mehr überprüft. So ein Depotcheck kann hier eine neue Dynamik in den Markt bringen.

Neben dem Wirtschaftlichkeitsbeweis braucht es aber auch eine Reduktion der Komplexität bei der Beratung zu nachhaltigen Geldanlagen. Gemeinsam mit dem Forum Nachhaltige Geldanlagen arbeiten wir an Branchenstandards, die es ermöglichen, in wenigen Sätzen beim Kunden eine klare Erwartung zu erzeugen, welche Nachhaltigkeitsaspekte er von einer neuen Lösung erwarten kann. Je schneller alle Produktanbieter dieses Konzept in die eigene Produktkommunikation übernehmen, desto einfacher wird es für Banken und Vertriebe, die Beratung in nachhaltigen Geldanlagen zu einem selbstverständlichen Standard für jeden Kunden zu machen.

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