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  • Michael Faustino Bauer
    Antwort von Dr. Michael Faustino Bauer, complexium GmbH zu Aktienkultur in Deutschland von Dr. Winfried Felser | 8.9.2011, 15:21:32 RE: ( 3 ) Aktienkultur in Deutschland

    Viele derer, welche die Internetblase 1999/2000 und deren Platzen erlebt haben, haben sich damit auch nachhaltig von Aktieninvestments verabschiedet. Legende ist ja die als Volksaktie titulierte T-Aktie, deren volksnahe Bewerbung und dann deren Absturz in den letzten Jahren. Wie stark und nachhaltig die Aktienkultur auf... mehr

    Viele derer, welche die Internetblase 1999/2000 und deren Platzen erlebt haben, haben sich damit auch nachhaltig von Aktieninvestments verabschiedet. Legende ist ja die als Volksaktie titulierte T-Aktie, deren volksnahe Bewerbung und dann deren Absturz in den letzten Jahren. Wie stark und nachhaltig die Aktienkultur auf dem Rückmarsch ist, zeigt eine Studie der Allianz SE aus 2010. 

    https://www.allianz.com/de/economic_research/publikationen/working_papers/deutschland/aktienkultur052010.html

    Spannend ist, dass eine Risikoaversion der deutschen Anleger geg. Direktinvestitionen in Aktien dennoch nicht verhindert hat, dass in großem Umfang in derivative Finanzprodukte investiert wurde (Lehman-Crash), die viel intransparenter und schwieriger zu verstehen sind, was den Bezug zur Realwirtschaft betrifft.
    Hier scheint ein übergroßes Vertrauen in die Bankbranche und deren Produkte vorgelegen zu haben, oder - böse formuliert - eine große Faulheit und Unwissenheit bei der Analyse und Bewertung von Finanzanlagen und insb. Zertifikaten und Aktien vorhanden zu sein.
    Mir scheint das nur durch Aufklärung über unser Wirtschaftssystem und die Grundlagen der Unternehmensfinanzierung zu verbessern. Diese muss natürlich schon in den Schulen anfangen.
    Ein Beispiel, an dem ich selbst beteiligt bin - i.S. von "Machen statt Motzen"
    Jugend entdeckt Marktwirtschaft e.V. und www.jemev.de
  • Heiko Weyand
    Antwort von Heiko Weyand, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG zu Aktienkultur in Deutschland von Dr. Winfried Felser | 2.9.2011, 13:25:41 Aktuelle Entwicklungen der Aktienkultur

    Deutschland gilt seit jeher als Land der Aktienmuffel. Die Krisen in den vergangenen zehn Jahren verstärkten diesen Zustand – trotz der seit Anfang 2009 wieder stark gestiegenen Aktienkurse in Deutschland verließen die Aktionäre weiterhin das Parkett. Der aktuelle Chart des Monats von HSBC Trinkaus (s. Link... mehr

    Deutschland gilt seit jeher als Land der Aktienmuffel. Die Krisen in den vergangenen zehn Jahren verstärkten diesen Zustand – trotz der seit Anfang 2009 wieder stark gestiegenen Aktienkurse in Deutschland verließen die Aktionäre weiterhin das Parkett.

    Der aktuelle Chart des Monats von HSBC Trinkaus (s. Link) stellt diesen besorgniserregenden Trend der Entwicklung des DAX® gegenüber.

    Die deutlichen Kursschwankungen und die großen Bewegungen der Aktienkurse im vergangenen Jahrzehnt weisen auf eine neue Erkenntnis für Anleger hin:
    Aktien könnten mehr und mehr als taktisches Instrument verwendet werden - ebenso wie Zertifikate, denn die Kursbewegungen vieler Einzelaktien zeigen, dass die jeweilige Kursentwicklung per saldo nicht positiv sein muss – selbst nach fünf oder zehn Jahren nicht. Gleichwohl vereinnahmen Aktionäre die Dividende aus einer Aktienposition.
    Entweder entscheiden sich Aktionäre also für ein langfristiges Investment in einer Aktie, einem Partizipationszertifikat oder einem Index-ETF. Oder aber sie gehen zum aktiven Investieren über, bei dem es vor allem um das Timing des Ein- und Ausstiegs aus einer Position geht. Eine Vorgehensweise, die stark der Motivation von Zertifikateinvestoren ähnelt.

  • Winfried Felser
    Frage von Dr. Winfried Felser, NetSkill AG an das Netzwerk Finanzen / Versicherungen | 21.8.2011 Aktienkultur in Deutschland

    Wie bewerten Sie generell die Aktienkultur in Deutschland?

    Wie bewerten Sie generell die Aktienkultur in Deutschland?
    Antworten ( 3 )
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