Die Situation
Zu den traditionellen Aufgaben des krz zählen unter anderem die Entwicklung, Einführung und Wartung klassischer Kommunalanwendungen. Um den hohen Ansprüchen und vielfältigen Anforderungen der Kunden – die in ihrer Rolle als Verbandskunde gleichzeitig Träger sind – gerecht zu werden, hält die kommunale Selbsthilfeeinrichtung ein vielfältiges Angebot an Software-Applikationen (Verfahren), eine hochverfügbare Produktionsumgebung, Druck- und Kuvertierdienste sowie weitere Dienstleistungen bereit. Um die Integration der bestehenden Plattform nach vorn zu treiben, wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das die Einrichtung einer serviceorientierten Architektur mit einer einheitlichen Prozesssteuerung vorsah. Den Part der Erfassung und Bearbeitung von Papierdokumenten wird in der integrierten Infrastruktur die Technologie von Kofax übernehmen, die sich beim krz schon seit mehr als fünf Jahren bewährt hat.
Die Herausforderung
Der Aufbau einer integrierten IT-Architektur ist im Verwaltungsumfeld eine besondere Herausforderung. Hier stehen einigen Standardanwendungen eine Vielzahl so genannter Fachanwendungen gegenüber, die zum Teil historisch gewachsen sind und nicht unbedingt auf gängigen Standards basieren. In der Vergangenheit wurde häufig von Fall zu Fall eine individuelle Lösung mit vorhandenen Bausteinen realisiert. Mit dem Umstieg auf eine Plattform, die weitestgehend auf Web-Services basiert, sollten die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Vereinfacht gesagt sollte eine Lösungsplattform entwickelt werden, die es ermöglicht, die IT flexibel an Geschäftsprozesse anzupassen, anstatt die Abläufe, zumindest in Teilen, der Technik zu unterwerfen.
Von besonderer Bedeutung ist im Verwaltungssektor der Umgang mit Dokumenten, von eingehenden Rechnungen über Anträge und Formulare bis hin zu Bescheiden. Die Anforderungen sind dabei sehr hoch und involvierte Lösungen müssen eine enorme Bandbreite abdecken: aktuell sind 72 Kommunalverwaltungen und Drittanwender angeschlossen sowie Fachlösungen für diverse Bereiche. Darüber hinaus gibt es so genannte Querschnittsprodukte, die übergeordnet konzipiert sind. In diese Kategorie fallen die E-Services mit entsprechenden Content-Management-Systemen sowie der gesamte Bereich der Dokumentenlösungen, angefangen beim Capturing über das eigentliche Dokumentenmanagement bis hin zum Archivsystem und die Prozessteuerung (BPM).
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