Wie ich bereits vorhin sagte, werden sich Unternehmen aufgrund der zunehmenden Kommunikation unter Zuhilfenahme entsprechender Kanäle massiv verändern – auch wenn das heute noch völlig unglaublich klingen mag. Erinnern Sie sich in fünf Jahren an das, was ich heute sage. Es ist doch so, dass sich bereits heute in so vielen Unternehmensbereichen, selbstverständlich auch im Personalwesen und damit in den von Ihnen angesprochenen Teilbereichen, alles beginnt zu verändern. Das sieht man jeden Tag.
Aber Technik muss Komplexität verringern! Sie darf nicht, wie das heute vielfach kritisiert wird, dazu beitragen! Besonders gut kann sie das beispielsweise in international operierenden Unternehmen. Dort – und nicht nur dort - unterstützt sie ein gewisses Maß an Standardisierung und erlaubt – heute mehr als früher - gleichzeitig den Diskurs darüber! Das vereinfacht und beschleunigt Prozesse, professionalisiert, reduziert deshalb Komplexität – und senkt Kosten.
Selbstverständlich ist und bleibt Technologie immer nur das Vehikel. Denn sie wird von Menschen genutzt – und deshalb muss sie intuitiv bedienbar sein. Sie erlaubt beispielsweise eine bessere Vergleichbarkeit von Qualifikationen und auch von Leistungen über lokale Unternehmensgrenzen hinweg, um nur ein Beispiel zu nennen.
Personaler übernehmen dabei die Rolle des „Social Moderators“. Sie unterstützen bei der Auswahl der Werkzeuge, befähigen zum richtigen Einsatz dieser und begleiten, wie bereits erwähnt, beratend die Kommunikation im Unternehmen. Aber sie müssen selbstverständlich auch erst einmal in die Lage versetzt werden, diese Werkzeuge zu nutzen. Das heißt aber, dass sie nicht nur deren Bedienung kennen, sondern wissen müssen, wie und wozu sie eingesetzt werden, welchen Nutzen sie bringen können, wie sie selbst damit ihre eigenen Aufgaben besser und effizienter erledigen können - und mehr. Das können sie von internen Praktikern genauso lernen wie von externen Beratern, die unter anderem Pädagogen, Soziologen, Psychologen, Kommunikationsexperten und Coaches sein können.
Übrigens wird die IT und damit die Arbeit der IT-Abteilung in den Hintergrund treten, weil diese sich nicht mehr um die Bereitstellung und die Nutzung der Werkzeuge kümmern muss. Sie kann sich dann um originärere Aufgaben wie beispielsweise die Administration der vorhandenen IT oder um Softwareentwicklung kümmern.