Mit Hilfe moderner PC- und IT-Technologie wird der Schrecken von Krieg und Gewalt verharmlost – so die Aussage der seit März auf der Mathildenhöhe Darmstadt installierten Ausstellung „Serious Games. Krieg - Medien - Kunst“. Insbesondere der Begriff „Serious Games“ wird in der Sichtweise der Ausstellungskuratoren mit der Bagatellisierung von Krieg assoziiert: („Baller-“) Spiele werden als Vorbereitung auf den Krieg eingesetzt, Kriegshandlungen werden zum Spiel, Krieg selbst wird zur Show. „Serious Games“ meint jedoch nicht nur bei uns und in seiner ursprünglichen Bedeutung etwas vollständig anderes – nämlich digitale Spiele, die zum Wohl der Gesellschaft eingesetzt werden.
Prof. Ralf Steinmetz war über neun Jahre in der industriellen Forschung und in der Entwicklung von verteilten Multimediasystemen und -anwendungen tätig. Seit 1996 leitet er das Fachgebiet Multimedia Kommunikation an der Technischen Universität Darmstadt. Von 1997 bis 2001 war er Direktor des Fraunhofer (zuvor GMD) Instituts für Integrierte Publikations- und...