Das Web 2.0 hat das Kommunikationsverhalten im Privatleben nachhaltig verändert. Auch die
interne Unternehmenskommunikation greift das Web 2.0 nach und nach auf. Collaboration
ist der jüngste Trend. Er steckt zwar noch in den Kinderschuhen, hat aber das Potenzial, die
Unternehmenskommunikation
nachhaltig auf den Kopf zu stellen.
Wer heute intern mit Kollegen oder extern mit Partnern oder
Kunden kommuniziert, nutzt dazu vornehmlich E-Mail. Ihren
Siegeszug verdankt die elektronische Mail ihrer einfachen
Handhabung. Das führt dazu, dass die Flut an Nachrichten
stetig wächst, so dass wichtige Informationen schnell verloren
gehen oder kaum wiederzufinden sind. Das Medium E-Mail ist
an seine Grenzen gestoßen.
Gefordert sind effektivere und effizientere Wege, um sich
elektronisch auszutauschen. Hier tritt Collaboration auf den
Plan. Mit Collaboration ist vor allem die verbesserte Kommunikation
und Zusammenarbeit verteilter Teams gemeint.
Diese Teams finden in so genannten virtuellen Projekträumen
zusammen, die sich heute zunehmend ins Internet verlagern.
Collaboration findet also im Internet statt und ist damit zeit und
ortsunabhängig.
Noch sind die Möglichkeiten dieser
Online-Zusammenarbeit begrenzt. Werden jedoch die bereits
heute vorhandenen Web 2.0-Applikationen integriert und mit
konkreten Business-Szenarien verknüpft, ergeben sich ganz
neue Chancen. So setzt sich Collaboration künftig aus einem
Bündel an Kommunikationsprozessen und Mechanismen zusammen.
Neben der E-Mail zählen dazu Web 2.0-Aktivitäten
wie Chats, Wikis, Blogs, Web Conferences, Social Networks,
Social Bookmarks und die virtuelle Dokumentenablage. Alle
diese Aktivitäten werden miteinander verknüpft und schaffen
moderne Collaboration-Möglichkeiten.
Hand in Hand: Wissens-Management
und Collaboration
Gerade Unternehmen mit vielen Mitarbeitern und Standorten
können von den neuen Möglichkeiten profitieren. Sie stehen
täglich vor der Herausforderung, vorhandenes Wissen im
Unternehmen
„aufzuspüren“ und der Belegschaft bereitzustellen.
Für Collaboration lassen sich drei große Nutzenblöcke
identifizieren:
- Find the expert.
- Find the information.
- We need a place to collaborate.
Die ersten beiden Punkte zielen auf das Thema Wissens-Management
ab, das zwar seit vielen Jahren diskutiert wird,
aber immer noch viele Fragen aufwirft. Wie lässt sich im
Unternehmen
vorhandenes Wissen identifizieren, dokumentieren
und auffinden? Welche Mitarbeiter sind die Spezialisten
für welche Themen? Web 2.0-Funktionalitäten haben dem
Wissens-Management neuen Schub geben. Dasselbe gilt auch
für den dritten Punkt: Einen Raum für Collaboration finden.