IT-Verantwortliche in Unternehmen sehen sich wachsenden Ansprüchen gegenüber. Ihre Aufgabe wird immer weniger in der Entwicklung und dem Betrieb von Informationstechnik (IT) gesehen, sondern in der Erbringung von Dienstleistungen, durch die IT bedarfsgerecht, effizient und
mit hoher Qualität bereitgestellt wird. Diese Herausforderungen
lassen sich unter drei Orientierungsrichtungen für das IT-Servicemanagement zusammenfassen:
Die Dienstleistungsorientierung führt zu systematischer Kommunikation mit den Kunden und der Ableitung und Spezifikation von Leistungsangeboten der Informationsverarbeitung. Durch Prozessorientierung soll gewährleistet werden, dass die so erkannten Erwartungen der Kunden und die ihnen zugesicherten Dienstleistungen zuverlässig und optimiert erbracht werden. Sie gewinnt besonders durch prozessorientierte Referenzmodelle wie ITIL an Bedeutung. Während Dienstleistungs- und Prozessorientierung den derzeitigen Stand des IT-Servicemanagements beschreiben, zeigt die Architekturorientierung, wie den wachsenden Forderungen nach bedarfsorientierten, anpassbaren Leistungen durch die Entwicklung modularer Servicearchitekturen für IT-Dienstleistungen begegnet werden kann.
1. Einführung
Die Ansprüche an IT-Verantwortliche in Unternehmen
wachsen. IT-Verantwortliche haben immer weniger mit der Entwicklung und dem Betrieb von Informationstechnik (IT) zu tun, dafür immer mehr mit der bedarfsgerechten und effizienten Bereitstellung von IT-Dienstleistungen. Gleichzeitig sind die Kunden immer weniger bereit, die Kosten individueller Lösungen für diese Erwartungen zu tragen. IT wird in Teilen als commodity gesehen, die auf globalen Dienstleistungsmärkten bedarfsorientiert eingekauft werden kann.
Das IT-Servicemanagement sieht sich daher zunächst vor der Herausforderung, den Wandel der Informationsverarbeitung von einem technikorientierten Funktionsbereich zu einem kundenorientierten Dienstleistungsanbieter zu fördern.
Darüber hinaus soll es auch den Weg zu anpassbaren Leistungsangeboten eröffnen, bei denen gezielt die neuen Potenziale der globalen Leistungstiefengestaltung (Offshoring) ausgeschöpft werden können.
Wir stellen in unserem Beitrag drei wichtige und aktuelle Entwicklungstrends vor, die zu diesem Ziel beitragen wollen: die Dienstleistungsorientierung, die Prozessorientierung und die Architekturorientierung. Unter Dienstleistungsorientierung verstehen wir, dass die Bereitstellung von Informationssystemen als Leistung und Dienst am Kunden verstanden und gesteuert wird. Darauf baut die Prozessorientierung auf, die den Weg von einer Technikfokussierung hin zu optimierten Prozessen der Erbringung dieser Leistungen weist. Die Architekturorientierung schließlich zeigt auf, wie Optionen zur Weiterentwicklung, Anpassung und globalen Leistungstiefengestaltung durch die gezielte Gestaltung von Servicearchitekturen eröffnet werden können.
Lesen Sie den Beitrag "Grundlagen und Entwicklungstrends im IT-Servicemanagement" aus dem HMD Heft 237 IT-Servicemanagement von Andreas Meier / Thomas Myrach (Hrsg.)mit freundlicher Genehmigung des dpunkt.verlag-
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