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CeBit 2005: Fragen an Hans-Peter Bauer, Geschäftsführer Symantec (Deutschland) GmbH

CeBit 2005: Fragen an Hans-Peter Bauer, Geschäftsführer Symantec (Deutschland) GmbH
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Beschreibung

In diesem Jahr umreißt die CeBit mit dem Schlagwort „Konvergenz“ die Zukunft einer digitalen Lösungswelt. IT-Bereiche, die zuvor isoliert betrachtet wurden, gehen mehr und mehr ineinander über. Hans Peter Bauer, Geschäftsführer Symantec (Deutschland) GmbH, erläutert, inwieweit Symantec diesen Zukunftstrend bereits aufgegriffen und in seinem Dienste- und Produktportfolio umgesetzt hat.

Herr Bauer, die CeBit 2005 hat das Schlagwort Konvergenz als Themenschwerpunkt gewählt. Wie passt der Auftritt von Symantec zum diesjährigen Messe-Fokus?
Bauer: Wir freuen uns, dass die Messe das Konzept der Konvergenz und Integration, das wir bereits durch die Entwicklung ganzheitlicher Lösungen seit Jahren verfolgen, dieses Jahr zum Motto der CeBIT erklärt hat. Das Zusammenwachsen verschiedener Technologien und sogar kompletter IT-Bereiche ist seit einiger Zeit ein starker Fokus in unserer Geschäftsstrategie. Symantec hat dies in den letzten Jahren bereits durch die Entwicklung integrierter Internetsicherheitslösungen forciert und zuletzt durch die Vorstellung unseres neuen Sicherheitskonzeptes der Informationsintegrität vertieft. Unsere Produkte haben sich von reaktiven IT-Sicherheitswerkzeugen hin zu einem präventiven Lösungsansatz und von einzelnen Sicherheitsbausteinen hin zu einem unternehmensweiten IT-Risikomanagementsystem entwickelt.

Bleibt die CeBit also weiterhin wichtig für Symantec?
Bauer: Ja. Die CeBIT ist für unsere Partner und uns eine hervorragende Plattform, um unseren integrierten Lösungsansatz der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und damit unsere Markt- und Meinungsführung im Bereich Informationssicherheit aufzuzeigen. Ich glaube, als Nummer Eins in unserem Marktsegment haben wir die Freude und die Pflicht auf dieser größten Messe unserer Industrie präsent zu sein. Für uns ist es sinnvoll, dort unser umfassendes Produktportfolio im Unternehmens- wie auch im Endkundenbereich zu erläutern und potenziellen Geschäftskunden unsere Dienstleistungspalette vorzustellen. Damit waren wir auch im letzten Jahr erfolgreich:
Wir hatten nicht nur zahlreiche, vor allem hoch qualifizierte Besucher am Stand, sondern konnten im B2B-Bereich auch einige größere Verträge auf den Weg bringen. Auch unsere Partner am Stand haben eine grundsätzlich positive Bilanz der letzten Messe gezogen, so dass wir sagen können: Wir werden auch künftig auf der CeBIT unseren Standpunkt zum Thema Informationssicherheit vertreten.

Was versprechen Sie sich von Ihrem Auftritt 2005?
Bauer: Ich habe es ja bereits angesprochen: Neben der Imagepflege, deren Bedeutung man nicht gering schätzen sollte, und der Information der Öffentlichkeit über unser neues Produkt- und Lösungsportfolio beabsichtigen wir, die Messe zur Umsatzgenerierung zu nutzen. Wir hoffen, wie im letzten so auch in diesem Jahr wieder konkrete Vertragsabschlüsse mit einigen unserer Kunden tätigen zu können.

Stichwort Imagepflege: Symantec hat sich durch verschiedene Akquisitionen im vergangenen Jahr sicherlich verändert und wird sich weiter verändern. Wie soll Imagepflege bei einem sich wandelnden Unternehmen funktionieren?
Bauer: Innovation erfordert Veränderung und bedeutet Fortschritt. Wer sich in unserer Branche nicht verändert, hat verloren. Symantec stellt sich mit seinen gezielten Investitionen dem Wandel in der IT-Sicherheitsbranche, der ja auch bedingt ist durch den rasanten Wandel in der Art von Bedrohungen und den wachsenden Sicherheits- anforderungen im Rahmen von Risikomanagement durch den Gesetzgeber, mit denen sich Unternehmen konfrontiert sehen. Die Akquisitionen dienen dem Ziel, unseren Kunden einen noch umfassenderen Schutz zu bieten, den Symantec als eine ausgewogene Verbindung von Informationssicherheit und Verfügbarkeit konzipiert hat.

Sie sprechen damit Ihre neue Sicherheitsformel „Informationssicherheit + Verfügbarkeit = Informationsintegrität“ an…
Bauer: Ganz richtig. Informationsintegrität entsteht, wenn Sicherheit und Verfügbarkeit in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Mit unserem neuen Konzept helfen wir Unternehmen, ihre Geschäftsabläufe aufrecht zu erhalten. Sicherheit und Verfügbarkeit dürfen sich nicht gegenseitig beeinträchtigen oder gar ausschließen. Das Thema „Konvergenz“ der diesjährigen CeBit drückt sehr gut aus, was wir mit unserem Konzept der Informationsintegrität meinen: das Zusammenwachsen der Bereiche Sicherheit und Verfügbarkeit.

„Passt“ Symantec mit dieser ganzheitlichen Philosophie überhaupt noch in die Halle 7 zu den Security-Anbietern?
Bauer: Auf jeden Fall. Gerade Sicherheit ist ein ganzheitliches Thema mit hoher Konvergenz zu den anderen Software-Infrastrukturkomponenten (Storage-, System- und Netzwerkmanagement). Die Messeveranstalter wollen ihren Besuchern so weit wie möglich mit einer thematischen Aufteilung der Messehallen entgegenkommen. Da besteht natürlich die Gefahr, dass manche Aussteller in eine bestimmte Schublade kommen und nur noch unter einem Etikett wahrgenommen werden. Bei Symantec sehe ich diese Gefahr nicht: Symantec wird als der führende Anbieter für Informationssicherheit seine Präsenz in Halle 7 dazu nutzen, die Bedeutung von Informationsintegrität in der vernetzten Welt klar zu machen. Darüber hinaus ist unser Symantec Enterprise Administration Geschäftsbereich zusätzlich in Halle 3 vertreten, um unseren Kunden und Interessenten im Bereich Systemmanagement dort entgegenzukommen und auch dort die Bedeutung und Synergie eines ganzheitlichen Lösungsansatzes aufzuzeigen.

Auf welches besondere Risiko wollen Sie diesmal die Aufmerksamkeit lenken?
Bauer: Eines unserer Kernthemen in diesem Jahr ist das Thema Spam-Bewältigung. Von Spam ist heute sicherlich jeder E-Mail-Benutzer betroffen. Doch was dem Einzelnen als lästige Begleiterscheinung des elektronischen Datenverkehrs erscheint, stellt sich im größeren Unternehmensmaßstab als ernstzunehmende Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit dar.

Können Sie das etwas konkretisieren?
Bauer: Laut einer Studie, die Symantec unlängst zusammen mit der Zeitschrift „Computer im Mittelstand“ durchgeführt hat, sind Spam-Mails in erster Linie Produktivitätskiller: Über die Hälfte der befragten Unternehmen gaben an, dass jeder einzelne Mitarbeiter täglich bis zu 15 Minuten auf die Beseitigung der elektronischen Werbeflut verwendet. 39 Prozent veranschlagten den alltäglichen Zeitverlust durch Spam gar auf bis zu 45 Minuten pro Mitarbeiter. Unterschätzt werden auch die Gefahren durch Spam: Der Anteil an Spam mit betrügerischen Absichten, die Unternehmen gezielt finanziellen Schaden beibringen, wird immer größer. Um Spam- und insbesondere auch Phishing-Mails zuverlässig herauszufiltern, ist ein mehrschichtiger technologischer Ansatz notwendig.

Große Unternehmen sind doch generell sicherlich stärker gefährdet als kleine?
Bauer: Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die Umfrage, die ich gerade angesprochen habe, konnte keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Größe des Unternehmens und dem tatsächlichen Sicherheitslevel feststellen: Unternehmen gleich welcher Größe sind von Angriffen aus dem Internet betroffen. Die Größe eines Unternehmens sagt nichts über dessen Gefährdung aus. Kleine Mittelständler sollten sich nicht dem Irrglauben hingeben, sie seien kein lohnendes Ziel für Angreifer, die Gefahren sind heute nahezu für jeden gleich.

Ist umfassende Sicherheit, wie Symantec sie propagiert, gerade für kleinere und mittlere Unternehmen nicht unbezahlbar?
Bauer: Ein intelligenter Rundumschutz vor ausgeklügelten Bedrohungen aus dem Internet ist für jedes Unternehmen notwendig ‑ und auch bezahlbar. Umgekehrt muss man leider sagen: Hohe Ausgaben für IT-Security sind noch lange keine Garantie für ein hohes Level an Sicherheit. Und auch bei Privatanwendern muss ein Bewusstseinswandel stattfinden. Wenn ich den eigenen PC nicht schütze, können neben mir auch andere empfindlich Schaden durch meine Nachlässigkeit erleiden. Hier ist das verantwortliche Handeln aller Internetteilnehmer gefragt.

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