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Shortest Path Bridging – SPB

Anatol Badach
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Beschreibung

Von modernen Netzwerken, die ausschließlich auf der Ethernet-Technologie basieren und das Internet Protocol (IP) verwenden, erwartet man vor allem hohe Flexibilität (u.a. Skalierbarkeit), Betriebssicherheit und Effizienz. Dies betrifft insbesondere Datacenter mit virtualisierten Servern und Provider Ethernets (Metro/Carrier Ethernets), in denen heutzutage bereits 10 Gigabit Ethernets (10GEs) im Einsatz sind – und in naher Zukunft noch 40GEs und 100GEs hinzukommen werden. In redundant ausgelegten Netzwerken auf Basis von GEs, in denen als Knoten nur Layer-2-Switches (L2-Switches) – in IEEE-Standards als Bridges bezeichnet – fungieren, müssen automatisch kürzeste Datenpfade (sog. Paths) zur Datenübermittlung eingerichtet werden.

Um dies zu erreichen, wurde Shortest Path Bridging (SPB) entwickelt. Sein Konzept wird im Standard IEEE 802.1aq beschrieben. Dieser basiert weitgehend auf dem Standard IEEE 802.1ah mit der Spezifikation von Provider Backbone Bridges (PBB).

In einem SPB-Netzwerk, das eine Vernetzung von SPB-fähigen L2-Switches (von sog. SPB-Switches) darstellt, ist es möglich, kürzeste Datenpfade zur Übermittlung von Ethernet Frames[1] zwischen SPB-Switches am Rande des Netzwerks dynamisch zu bestimmen. Solche Datenpfade stellen de facto eine Art von Routen auf dem Layer 2 dar und werden mithilfe des klassischen, gut bekannten Routingprotokolls namens Intermediate System-to-Intermediate System (ISIS) ermittelt und eingerichtet. Demzufolge kann SPB als eine Art von Layer-2-Routing in Switch-basierten Netzwerken angesehen werden.

Ein SPB-Netzwerk verhält sich quasi wie ein verteilter L2-Switch. Dadurch besteht die Möglichkeit, Virtual LANs (VLANs) in mehrere Teile zu zerlegen, diese Teile standortübergreifend – theoretisch sogar weltweit – zu verteilen und sie über das SPB-Netzwerk zu vernetzen. Diese von SPB gebotene Möglichkeit ist von enorm großer Bedeutung.

Die bei SPB verfolgte Intention, die Bestimmung von Datenpfaden zur Übermittlung von Ethernet Frames, ist auch mit einem Konzept namens Transparent Interconnection of Lots of Links (TRILL) erreichbar. SPB und TRILL gelten deshalb als konkurrierende Lösungsansätze für eine Art von Routing auf dem Layer 2 in Netzwerken, in denen L2-Switches als Knoten fungieren.

[1] Ein Ethernet-Frame wird oft auch als MAC-Frame bezeichnet.

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Autor
  • Anatol Badach
    Prof. Dr.- Ing. Anatol Badach

    Seit 1985 Professor im Fachbereich Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda Jahrgang 1947; •Studium Elektronik, Schwerpunkt Rechnersysteme, an der TU Danzig/Gdansk, •Promotion (1975) auf dem Gebiet Datenkommunikation, •Habilitation (1983) auf dem Gebiet Rechnernetze 1975 ‑ 1985: Forschung und Leitung mehrerer Projekte mit informations-...

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  • Anatol Badach
    Prof. Dr.- Ing. Anatol Badach

    Seit 1985 Professor im Fachbereich Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda Jahrgang 1947; •Studium Elektronik, Schwerpunkt Rechnersysteme, an der TU Danzig/Gdansk, •Promotion (1975) auf dem Gebiet Datenkommunikation, •Habilitation (1983) auf dem Gebiet Rechnernetze 1975 ‑ 1985: Forschung und Leitung mehrerer Projekte mit informations-...

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