Als weltweit tätiger Maschinen- und Anlagenbauer unternahm Dürr von 2006 bis 2010 eine umfassende Neuausrichtung seiner Prozess- und Systemlandschaft. Aus zwölf unterschiedlichen Systemen wurde eine durchgängige Architektur gebaut, die eine globale Zusammenarbeit und einen effizienten Ressourceneinsatz sicherstellt.
Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen vor allem für die Automobilindustrie.
Bereits im Jahre 2005 zeigte ein Reorganisationsprojekt eine Reihe von grundsätzlichen, strukturellen Problemen innerhalb der Dürr-Gruppe auf: Die dezentrale Organisation wurde der zunehmend globalen Wertschöpfungsstruktur komplexer Anlagenprojekte nicht mehr gerecht. Das Top-Management hat daraufhin eine umfassende Reorganisation der Strukturen, Prozesse und Systeme angestoßen. Die zukünftigen Abläufe wurden harmonisiert und sollten in einem durchgängigen IT-System abgebildet werden.
Die dezentrale Orientierung der gewachsenen Strukturen bedeutete, dass die Mitarbeiter beim Bau einer Lackieranlage,
an der unterschiedliche Landesgesellschaften beteiligt waren, mit verschiedenen Terminplänen, Beschaffungssystemen und Abläufen arbeiteten und eine Zusammenführung der Informationen im Sinne des Gesamtprojektes nur manuell und mit hohem Zeit- und Ressourceneinsatz möglich war. Vergleiche von Kalkulationen waren schwierig, weil jede Landesgesellschaft dafür ein anderes Vorgehen und unterschiedliche Inhalte wählte. Wenn Mitarbeiter auf Projekte weltweit entsandt wurden, mussten sie sich immer wieder in neue Strukturen, Abläufe und Systeme einarbeiten.
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