Es gibt ein breites Spektrum von Möglichkeiten, Kosten auf Kostenstellen
zu überführen, damit diese auf Leistungen bzw. Kostenträger abgebildet werden
können. Auf der einen Seite stehen die so genannten „Flatrates“ - also
Pauschalen, die als Gemeinkosten per Umlageverfahren verteilt werden. Dem
gegenüber analysiert die verursacherbezogene Leistungsverrechnung jegliche
Kosten detailliert und stellt diese internen wie externen Kunden als Leistungen
in Rechnung.
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Lösungsansätze
und zeigt ihre Vor- und Nachteile auf. Er soll dem Controller helfen, die
richtigen Entscheidungen bei der Konzeption der Leistungsverrechnung zu
treffen. Der Fokus liegt hierbei auf der Kostenstellenrechnung in der
Informationstechnologie (IT) und kommt somit für das IT-Controlling in Betracht.
Die meisten Punkte können jedoch im Wesentlichen auch auf jene Kosten- und
Erlösrechnung übertragen werden, die mit der IT selbst im weitesten Sinne
nichts zu tun haben. Es wird der potentiellen Nutzen sowohl für die Planung,
Koordination und Steuerung der IT-Kosten als auch für die Rechnungsstellung
dargestellt. Weiterhin werden Grenzen der Leistungsverrechnung beschrieben und
Gefahren aufgezeigt, die durch Fehlinterpretation der Ergebnisse oder Fehlsteuerung
der unterstützenden Systeme entstehen können.