Viele Handelshäuser klagen über zeitraubende Bestellabwicklungen, wenn Aufträge eingehen, die nicht über das Kernsortiment in SAP abgedeckt werden. In diesem Fall muss der Vertriebsinnendienst die Lieferantenkataloge aufwändig nach den gewünschten Artikeln durchforsten. Zentrale Plattformen für Product Information Management (PIM) verkürzen die Such- und Bestellprozesse um bis zu 80 Prozent, wie das Beispiel von HAHN+KOLB Werkzeuge zeigt.
Nicht selten braucht ein Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst 5 Minuten oder sogar weit mehr, um ein bestelltes Produkt in den gedruckten und elektronischen Katalogen der Zulieferer ausfindig zu machen. Da der Vertriebsinnendienst ohnehin meist unter Zeitdruck steht, ergeben sich Folgeprobleme, die unter dem Stichwort „Schattensortimente“ heute durch viele Handelsunternehmen geistern.
Um die Sonderbestellungen zügig im SAP-System erfassen und bearbeiten zu können, wird meist auf eine Artikelneuanlage verzichtet. Denn ein Mitarbeiter würde weitere 0 Minuten brauchen, wollte er alle dafür notwendigen Felder und Masken im SAP-System für die Materialwirtschaftslösung ausfüllen. Und auch die Kosten dafür wären beträchtlich: Für eine einzige Artikelstammanlage müssen Unternehmen mehr als 30 Euro veranschlagen.
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