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Eignung hängt von Struktur, Status Quo und strategischer Ausrichtung der Unternehmen ab

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Antwort von Thomas Triebsch , VRG HR GmbH | 18.3.2011
Hierzu habe ich bereits in den Fragenblöcken 1 und 2 Stellung bezogen. Wie dort beschrieben hängt es von der jeweiligen Struktur, dem Status Quo sowie der strategischen Ausrichtung der Unternehmen ab, ob ein HR-BPO sich eignet oder nicht. Zum einen spielt natürlich die Komponente Mensch ein sehr große Rolle dabei, denn ein Unternehmen mit mehreren langjährig tätigen MitarbeiternInnen im Bereich HR muss erst einmal eine ethische, sozialverträgliche sowie auch wirtschaftliche Lösung finden, um die Vorzüge eines BPO vollständig nutzen zu können. Das Thema Mitarbeiterübernahme begleitet häufig derartige Projekte und Prozesse, wobei sich jedoch eine Übernahme von MitarbeiternInnen häufig als schwieriger Weg herausstellt, falls der Auftragnehmer überhaupt an solchen Szenarien interessiert ist. Oft scheitern diese Überlegungen schon daran, dass ein BPO-Service Center eines Dienstleisters irgendwo in Deutschland, meistens in einer strukturschwachen Region, angesiedelt ist, so dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es sich schon gründlich überlegen, dorthin zu wechseln bzw. mit der Familie dorthin zu ziehen. Glücklicherweise verfolgen wir bei der VRG HR eine andere Strategie, nämlich die, dass wir flächendeckend in Deutschland über mehrere BPOService- Center verfügen, um möglichst nah an den Kunden zu sein, um möglichst deren Sprache zu sprechen und zu verstehen und stets mit fest benannten Kundenbetreuern qualitativ hochwertige Services zeitnah und kompetent zu erbringen. Was müssen die Unternehmen mitbringen? Natürlich sind am Anfang eines Übernahmeprojektes die Ansprechpartner des Kunden sehr wichtig, da diese Personen aus den verschiedenen beteiligten Abteilungen (HR, Finance, EDV) wertvollen Input für Projekt liefern können. Da jedoch der Dienstleister auch das Projektgeschäft als sein Kerngeschäft ansieht, nimmt er den Kunden und dessen Mitarbeiter an die Hand und führt diese kompetent, zielstrebig, transparent, partnerschaftlich und stets informativ durch das Projekt. Dabei kommen verschiedenen Projekttechniken sowie auch Projektwerkzeuge zum Einsatz, die insgesamt zum Erfolg des jeweiligen Projekts beitragen. Ein weiterer Faktor ist wie so häufig natürlich die Zeit. Wir empfehlen für derartige strategische Veränderungsprojekte im Unternehmen ausreichend Zeit einzuplanen, da der Erfolg in BPO-Projekten nicht erzwungen werden kann, sondern gemeinsam erarbeitet werden muss. Insofern reden wir bei HR-BPO-Projekten abhängig von dem gesamten Leistungsumfang sowie von der Komplexität von drei (3) Monaten bis acht (8) Monaten. Wie bereits im ersten Fragenblock erwähnt, kann sich eine rein betriebswirtschaftliche Ausrichtung bei der Entscheidung für ein HR-BPO unter Umständen in einem nachhaltigen Qualitätsverlust widerspiegeln. Ein erfolgreiches HR-BPO-Projekt bzw. ein erfolgreiches HR-BPO im alltäglichen Betrieb stellt sich dann ein, wenn die individuellen Belange und Anforderungen des auftraggebenden Unternehmens entsprechend berücksichtigt werden. Das heißt nicht, dass der Auftraggeber nicht von standardisierten Leistungen und Erfahrungswerten beim HR-BPO profitieren sollte, nur sich insgesamt einem Standard zu ergeben, wird die Qualität der Services und damit die Akzeptanz im Unternehmen nachhaltig und empfindlich stören, so dass es zu keinem erfolgreichen Outsourcing kommen kann. Aus unserer langjährigen Erfahrung heraus, sind uns keine Projekte (bei uns) bekannt, die gescheitert sind, da es sich stets im Vorfeld um eine transparente und professionelle Herangehens- und Vorgehensweise handelt und somit die Auftraggeber nicht einfach so in ein Zufallsprojekt münden. Wichtig ist es, alle beteiligten Personen und Abteilungen frühzeitig transparent zu informieren und mit ins Projekt einzugliedern, darüber hinaus spielt der Projekt- und Meilensteinplan sowie dessen stetige Kontrolle eine herausragende Rolle hinsichtlich eines erfolgreichen Verlaufs eines HR-BPO-Projektes. Zu dem Punkt „Abhängigkeit“ möchte ich nur so viel sagen, dass es sich natürlich stets um eine gewisse Abhängigkeit handelt, wenn ich mich in eine Geschäftsbeziehung begebe. Dabei spielen Vertrauen, Professionalität, Fairness, Glaubwürdigkeit, Unternehmensethik etc. eine bedeutsame Rolle. Jedoch sehe ich eher die Vorteile für beide Vertragspartner und ersetze den Begriff „Abhängigkeit“ positiv und proaktive durch den Begriff „strategische Partnerschaft“. Darüber hinaus bringt diese Form von „Abhängigkeit“ auf der anderen Seite ein großes Maß an „Unabhängigkeit“ für andere Unternehmensfunktionen und –aufgaben, die eine nachhaltige Verbesserung des Wertschöpfungsprozesses unterstützt.
 
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