Globalisierung, verschärfter Wettbewerb und die Entwicklung der Informationstechnologien haben das Paradigma für den Unternehmenserfolg von kapitalintensiven Produktionsanlagen zu immateriellen Kompetenzen verschoben. Die entscheidende Quelle für die Wettbewerbsfähigkeit in Firmen ist ihre Fähigkeit, die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter1 zu entwickeln und zu nutzen (Donovan, Hannigan & Crowe, 2001). Die zentrale Rolle von Wissen und Fähigkeiten wird durch den Wandel der Industriezur Dienstleistungs- bzw. Wissensgesellschaft (Bullinger & Murmann, 1999) dokumentiert, der durch die kontinuierliche Zunahme der Beschäftigten im tertiären Sektor belegt wird. In der Dienstleistungs- bzw. Wissensgesellschaft geht es weniger um Produkte, Lagerhallen, Maschinen und Stückzahlen, sondern um Wissen, Informationen und Dienstleistungen. Der Mitarbeiter, sein Verhalten und sein Wissen werden wichtiger. Kompetenzen werden zum Schlüssel für den zukünftigen Erfolg des Einzelnen, der Unternehmen und sogar der Gesellschaft.
Im Folgenden wird die Bedeutung der Kompetenz aus dem Blickwinkel von Unternehmen und Mitarbeitern herausgestellt. Konsequenzen für die Kompetenzentwicklung und die Kompetenzmessung werden abgeleitet. Ein Überblick über die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit komplettiert das Kapitel.
Lesen Sie zu diesem Probekapitel auch das Buch "Kompetenzen messen, bewerten, entwickeln" mit freundlicher Genehmigung des Schäffer-Poeschel Verlages.
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