Der Staat fordert von Bürgern und Unternehmen jährlich Zahlungen in Höhe von rund 600 Milliarden Euro ‑ z. B. Steuern, Gebühren und Bußgelder. Bleibt eine Zahlung aus, wird die Forderung beigetrieben. Pro Jahr führen alleine die Kommunen in Deutschland gut acht Millionen Vollstreckungen mit einem Volumen von insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro durch. Bei einer durchschnittlichen Erfolgsquote von 25 bis 30 Prozent liegen die erzielten Einnahmen bei 450 Millionen Euro ‑ ein Betrag, der nicht einmal die Vollstreckungskosten in Höhe von 500 Millionen Euro abdeckt. Eine Professionalisierung des Forderungsmanagements einschließlich der Erhebung bisher unbearbeiteter Rückforderungen könnte die Einnahmen der Kommunen um zwei bis drei Milliarden Euro jährlich erhöhen.
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