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    Grundlagen der Werbewirkung auf das Konsumentenverhalten

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    Die Werbung als unpersönliche Form der Massenkommunikation versucht, durch die Sendung von Botschaften spezifische Zielgruppen anzusprechen und zu beeinflussen. Ziel der Beeinflussung ist die Änderung oder auch Verstärkung von Einstellungen und Verhalten. Das Mittel dazu ist die Verbreitung von Produktinformationen. Die gesendeten Informationen beschränken sich jedoch nicht nur auf objektive Produkteigenschaften sondern können auch emotionale Appelle enthalten. Der Umgang der Konsumenten mit diesen Informationen lässt sich in vier Phasen unterteilen: Informationsbeschaffung, Informationswahrnehmung, Informationsverarbeitung und Informationsspeicherung.

    Die Informationsbeschaffung kann als Möglichkeit dienen, das wahrgenommene Kaufrisiko zu reduzieren. Dabei ist der Antrieb, zusätzliche Informationen zu suchen um so stärker, je größer das wahrgenommene Kaufrisiko ist. Wesentliche Faktoren der Informationsbeschaffung sind ein Kosten-Nutzen-Vergleich sowie die persönliche Informationsneigung des Konsumenten.

    Informationswahrnehmung ist nicht nur eine passive Aufnahme von außen kommender Reizeindrücke, sondern ein aktiver Vorgang der Informationsaufnahme und ‑verarbeitung, durch den sich der Konsument seine subjektive Umwelt selbst konstruiert. Sie ist selektiv, um aus der unübersehbaren Menge von Reizen einen kleinen Teil auszuwählen. Ohne diesen Auswahlvorgang wäre unser Informationssystem überfordert. Wichtig ist daher die Schaffung von visuellen oder akustischen Schlüsselsignalen, um erste Wahrnehmungsschwellen zu überwinden.

    Die Informationsverarbeitung erfolgt durch die Verbindung selektiv aufgenommener Informationen aus der Umwelt mit aktivierten Informationen des Langzeitgedächtnisses im Kurzzeitgedächtnis. Ziel des Marketing muss es sein, das Produkt in das evoked set zu bekommen, jenen Kreis von Objekten, die ein Individuum für eine Entscheidungssituation alternativ in Betracht zieht. Das evoked set bezeichnet somit die aktivierten Gedächtnisinhalte. Die Art der Informationsverarbeitung hängt stark vom Involvement der Empfänger einer Werbebotschaft ab. Es geht vor allem auf die subjektive Wahrnehmung zurück, dass ein Gegenstand oder eine Aktivität dazu dient, starke persönliche Motive zu befriedigen. Das jeweilige Involvemet hängt von einer Reihe persönlicher und situativer Faktoren ab.

    Schließlich ist es wichtig, mit der Werbebotschaft auch eine hohe Erinnerungswirkung zu erzielen. Bilder prägen sich wesentlich besser in das Gedächtnis ein als sprachliche Formulierungen des gleichen Sachverhaltes. Dabei werden reale Objekte besser erinnert als Bilder, Bilder besser als Worte und `konkrete` Worte besser als `abstrakte` Worte. Grundsätzlich gilt, je höher das Involvement ist, desto schneller wird die Werbebotschaft gelernt.
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