Wenn man eine Organisation innovativer machen möchte, geht wohl kein Weg an einer Neuverteilung der Macht vorbei. Das mag nicht jedem gefallen, verspricht
aber Erfolg. Das Unternehmen W. L. Gore & Associates ist sogar ein Beispiel dafür, dass ein Betrieb von Anfang an anpassungsfähig aufgebaut sein kann. Wilbert Gores’ Gedanken kreisten stets darum, wie sich der Kunststoff Polytetraf luorethylen noch verarbeiten lässt. Deshalb setzte der Firmengründer 1958 auf eine netzwerkartige Unternehmenskultur. Warum diese dem Amöbenprinzip ähnelt, ist hier unerheblich. Entscheidend ist, dass es sich ursprünglich bewährt hat, ein Werk zu teilen, sobald es 150 Associates (Partner) umfasst, und ein neues zu gründen. So beugte Gore Hierarchien vor und erzeugte Kommunikation. Ohne dies wären Gewebe für Freizeitund Schutzkleidungen (Goretex) sowie für Filter und medizinische Implantate wohl nicht so zahlreich entstanden.
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