Obwohl der 1856 im mährischen Freiberg geborene revolutionäre Denker das Bild vom Menschen so nachhaltig geprägt hat wie kaum ein anderer und seine Erkenntnisse Einzug in alle möglichen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche gefunden haben, er also niemals mausetot war und vermutlich auch nie sein wird, kann man doch nach seinem 150- jährigen Geburtstag von einer naturwissenschaftlichen Renaissance der Freudschen Psychoanalyse sprechen. Zu verdanken hat sie es der modernen Hirnforschung, die mit sogenannten Bildgebenden Verfahren (funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie, Computer-Tomographie, Positronen-Emissions-Tomographie, dazu weiter unten) einen Echtzeit-Blick in unsere neuronale Schaltzentrale ermöglicht und dabei viele Erkenntnisse des psychoanalytischen Altmeisters bestätigt hat.