Im vorliegenen Arbeitspapier werden drei Thesen erörtert und begründet:
1. Marketingplanung und -controlling nutzen das Potential von Kennzahlen und Kennzahlensystemen bisher nicht ausreichend.
2. Die vorhandenen betriebswirtschaftlichen Kennzahlensysteme sind nur teilweise geeignet, die Koordinationsprobleme des Marketing zu lösen.
3. Ein Kennzahlensystem, das den Anforderungen des Marketingmanagement gerecht werden soll, muss ? neben allgemeinen, eher formalen Anforderungen an Kennzahlensystemen ? insbesondere drei Anforderungen gerecht werden:
· Ein Marketingkennzahlensystem sollte potentialorientiert sein und somit sehr eng mit der zu verfolgenden Wettbewerbs- und Marketingstrategie verbunden sein.
· Um sowohl die vertikale Abstimmung zwischen Strategie und Umsetzung als auch die Koordination der Vielfalt der operativen Marketingtätigkeiten zu unterstützen, sollte ein Marketing- kennzahlensystem deduktive und induktive Konstruktionselemente miteinander verbinden. Daher sollte es einerseits mit einem durchgehenden Marketingplanungssystem gekoppelt sein, das strategische Vorgaben in operative Massnahmen übersetzt. Andererseits sollte das Kennzahlen- system stellenspezifische Informationsbedürfnisse innerhalb des Marketing berücksichtigen ? beispielsweise des Brand-Managements, der Werbeleitung oder des Key-Account-Managements.
· Ein Marketingkennzahlensystem sollte kein isoliertes System sein, sondern vielmehr mit etwaigen gesamtunternehmerischen Konzepten wie der Balanced Scorecard oder Shareholder- Value-Ansätzen gekoppelt werden.
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