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    VDMA: Jetzt die Weichen stellen für wettbewerbsfähige Schiffbau- und Offshore-Zuliefererindustrie

    Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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    Branche wuchs 2007 um 13,8 Prozent Branche rechnet für 2008 mit 14 Prozent Wachstum

    Hamburg, 22. September 2008: "Wir meistern das globale Wachstum", so Dr. Alexander Nürnberg, Vorstandsvorsitzender der VDMA Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie, anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes direkt vor Eröffnung der weltgrößten Schiffbaumesse SMM in Hamburg. "Trotz Bankenkrise, Konjunktureintrübung, hohen Energie- und Materialpreisen sind unsere Auftragsbücher voll. Wenn wir auch in Zukunft zur Technologie-Weltspitze gehören wollen, müssen wir junge Menschen für unsere Branche begeistern und mit vereinten Kräften weitere F+E-Anstrengungen voranbrigen, um den Vorsprung, den unsere Industrie hat, weiter auszubauen. Noch sind wir die Nummer zwei in der Welt. Unser Ziel: Wir wollen die Nummer eins werden!"

    Zulieferer weiter auf Erfolgskurs
    In ihrer Eröffnungsrede hob die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl, die Bedeutung und den Stellenwert der deutschen Schiffbau- und Offshore-Zuliefererindustrie hervor, die 2007 mit nunmehr 76.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 11,9 Mrd. Euro erwirtschaftete. Das bedeutet ein Plus von gut 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Exportquote lag bei 73 Prozent. Die Branche konnte damit ihre führende Rolle im In- und Ausland bei Hightech-systemen für den Schiffbau halten und ausbauen. Vor ihr rangiert nur noch Japan. Eines der Erfolgsgeheimnisse ist die unabhängige, mittelständische Struktur der Betriebe, die nicht nur in Norddeutschland, sondern auch in Bayern und Baden Württemberg beheimatet sind.

    Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA zeigte die Tendenzen der globalen Investitionsgüterindustrie unter dem Motto "Gute Wachstumsraten trotz trüber Konjunkturaussichten" auf. Die Branche sei heterogen und dadurch geprägt, dass viele Zulieferer neben dem Schiffbau auch andere Branchen beliefern und von deren Konjunktur abhängig sind, betonte Wiechers. Er sehe eine enge Verzahnung zwischen Entwicklungsanstrengungen und Anforderungen der Kunden (Reeder und Werften). "Dies ist der Schlüssel zum Erfolg", so Wiechers.

    Weltschiffbau auf Rekordfahrt
    Welch explosionsartige Entwicklung auf dem globalen Schiffbaumarkt stattgefunden hat, berichtete Martin Stopford, Geschäftsführer von Clarkson Research, London. Der derzeitige Auftragsbestand an Schiffsneubauten sei auf den Rekordwert von 11.200 Schiffe angestiegen. "Ein Ende dieser Überhitzung könnte sich am Ende dieses Jahres abzeichnen, denn die Flut neuer Aufträge nahm in den ersten Monaten deutlich ab, u.a. wohl aufgrund der Sättigungseffekte und Kapazitätsengpässe bei Werften, Zulieferern und auch Reedern selbst", teilte Stopford mit.

    Weltmarktstellung sichern und ausbauen
    Alexander Nürnberg als Sprecher der deutschen Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie betonte: " Wir sind gut und wollen noch besser werden. Die Politik muss für freie Märkte und allgemeinen Subventionsabbau sorgen. Wir benötigen keine praxisfernen Förderprogramme, wir wollen Entwickeln und sind deshalb für flexible Steuererleichterungen in dem F+E Sektor. Unsere Zukunft sehen wir in der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden".

    Die Kundensicht zeigte Stephan Polomsky, Geschäftsführer der Claus-Peter Offen Tankschiffreederei, auf. Deutschlands Reeder erwarten eine verstärkte Nachfrage nach umweltverträglichen Produkten wie schadstoffarme Motoren, der Optimierung der Life-Cycle-Costs und des weiteren Ausbaus der Dienstleistungen. "Service Leistungen aus einer Hand mit langfristig kalkulierbaren Kosten und Verfügbarkeitsvereinbarungen sind der Wettbewerbsvorteil".

    "Wir freuen uns auf die zukünftigen Herausforderungen, erklärte Nürnberg. Denn im Ergebnis seien die deutschen Tugenden weltweit gefragt. "Langfristige Verträge zu fairen Bedingungen, Verlässlichkeit, der Drang zur technischen Verbesserung und Umweltvertäglichkeit zeichnen die High-Tech-Produkte der deutschen Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie aus."


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