„Social Media Netzwerke – Welche Chancen ergeben sich für Medizintechnik-Unternehmen?"
Unternehmerstammtisch des Medical Valley e. V.In dem Kurzvortrag zum Thema „Social Media Netzwerke – Welche Chancen ergeben sich für Medizintechnik-Unternehmen?" stellte Frau Triebfürst die Netzwerkorientierung im Marketing als generellen Trend zur Grundlage. Unternehmen stehen nicht nur mit ihren Produkten, sondern mit Ihren Netzwerken im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Diese Entwicklung kann als Chance zur Wettbewerbsdifferenzierung genutzt werden. Die Social Media Netzwerke werden hier insbesondere von der Konsumgüterbranche (B2C) genutzt, bieten aber auch Chancen für die B2B-Branche bzw. Medizintechnik-Unternehmen.
In der Medizintechnik-Branche kommen sehr zögerlich die Plattformen Xing, Facebook, You-tube und Twitter zum Einsatz! Warum zögerlich? Hat das mit der Kultur in den Sozialen Netzwerken zu tun? Was sagen uns die Handlungsaufforderungen bzw. Social Buttons wie „teilen“, „empfehlen“, „folgen“, „Gefällt mir“, „Freunde“, „Community“? Der erste Gedanke ist häufig: Das mache ich für gute Freunde! Und wenn über „Offenheit“, „Transparenz“, „Dialogbereitschaft“ oder Authentizität“ in den sozialen Netzwerken gesprochen wird, müssen wir uns fragen: Leben wir das in unserem Unternehmen? Wenn nein: Können wir dann überhaupt im Netz authentisch auftreten?
Die Chancen der sozialen Netzwerke werden aktuell zur Personalgewinnung genutzt. Hierzu zählen professionell aufgemachte Facebook-Seiten der Unternehmen Kuka-Robotics, Krones AG oder Medtronic. Die Unternehmen sprechen weltweit mit Ihren Mitarbeitern, Händlern und teilweise auch Kunden. Das Unternehmen wirkt trendy und ist attraktiv genug, um die „Digital Natives“ anzusprechen und für sich zu gewinnen. Die zunehmende „Transparenz“ in den sozialen Netzwerken sorgt langfristig für die Ehrlichkeit und Offenheit der Dialoge im Netz.
Viele Unternehmen scheuen gerade die „Transparenz“ und „Offenheit“ im Netz. Was tun, wenn über ein Medizinprodukt negativ gesprochen wird? Auch die Zeit und die Kosten wurden diskutiert. Professionelle Networker empfehlen mindestens einen Ansprechpartner, der sich um den Austausch mit der Zielgruppe bemüht. Die vielen Kleinunternehmen in der Medizintechnik-Branche scheuen die Ausgaben mit ungewissem Ausgang. Daher war die allgemeine Auffassung an diesem Abend: Wir werden die Entwicklung der Sozialen Netzwerke weiterhin beobachten und uns Schritt für Schritt an die „neue Welt“ herantasten.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Chancen im Bereich „Recruiting“ am größten sind. Gerade die kleinen innovativen Unternehmen bieten jungen hoch-qualifizierten Fachkräften viel Entscheidungsfreiheit und Entwicklungspotential. Gelingt es einem Unternehmen in den sozialen Netzwerken als „guter Arbeitgeber“ differenziert zu werden, steht dem kontinuierlichen Nachwuchs an Fach- und Führungskräften nichts mehr im Wege.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

