Informationssysteme für die Produktion sind dreistufig aufgebaut und basieren auf den Schichten: ERP-System (für die Auftragsplanung), MES (Manufacturing Execution System) für die Fertigungssteuerung und Automatisierung für die Maschinenkontrolle. Zukünftige Anforderungen an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erfordern eine bessere Integration der ERP-Systeme mit der Fertigungsebene. Um diese Integration zu ermöglichen, stellen ERP-Systeme der Fertigungsebene Planinformationen zur Verfügung. Umgekehrt liefert das MES aggregierte und vorverarbeitete Fertigungsdaten (auch von der Automatisierungsebene) u.a. zur Produktionsplanung und Logistikabwicklung. Radio Frequency Identification (RFID) Chips können bei der Erfassung und Verwaltung solcher Daten eine wichtige Rolle spielen.
Günther, Kletti und Kubach erläutern die möglichen Vorteile, die aus der Nutzung der RFID-Technologie im Zusammenhang mit moderner Fertigung und Logistikketten entstehen können. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Integration von RFID in bestehende IT-Architekturen, der Integration zwischen RFIDMES- ERP und Kosten-Nutzen Betrachtungen. Ihre Beschreibung beschränkt sich nicht auf innerbetriebliche Produktionsplanung, sondern betont auch die Vorteile einer betriebsübergreifenden Zusammenarbeit. Sechs Fallstudien auf der Grundlage von ERP-Systemen der SAP AG und der MESLösung HYDRA der MPDV Mikrolab GmbH zeigen, wie eine betriebsübergreifende Integration der Lieferkette unter der Nutzung von RFID-Technologie erfolgreich durchgeführt werden kann.
Geschrieben für: Fachleute, Hochschulabsolventen der Wirtschaftsinformatik
Inhaltsverzeichnis
1) RFID in der Fertigung: Von der Fertigungsebene in die Managementebene
2) Die Rolle der Unternehmenssoftware
3) Die Rolle der Manufacturing Execution Systeme
4) Sechs Fallstudien
5) Gesammelte Erfarungen
6) Fazit und Ausblick - Referenzen.
Springer Verlag, Berlin, 2008, ISBN: 978-3-540-76453-3, 42,75 €
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