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Mittelstandsbarometer: Stimmung im Mittelstand sehr gut

WGZ BANK
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Beschreibung
  • Stimmungsbarometer erreicht neuen Höchstwert
  • Bestes Klima im Bau- und Ausbaugewerbe
  • Arbeitsmarkt mit positiven Signalen
  • Investitionen nehmen zu
  • Eigenkapitalquote verbessert 
  • Hohe Rohstoff- und Materialkosten

Düsseldorf, 8. September 2011. Die Stimmung unter den mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ist trotz erster negativer konjunktureller Anzeichen noch hervorragend. So kletterte das Stimmungsbarometer, das die WGZ BANK mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen halbjährlich ermittelt, um 1,7 Zähler auf 113,7 Punkte. Es markiert damit einen neuen Rekordwert. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise in den USA und Europa sowie die damit einhergehenden Börsenturbulenzen fanden zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Berücksichtigung. „Vor allem die positive Entwicklung des Außenhandels sowie eine noch zufriedenstellende Binnennachfrage trieben das Wachstum der mittelständischen Unternehmen weiter voran “, so Thomas Löcker, Leiter des Bereichs Firmenkunden der WGZ BANK.

Die rund 800 befragten mittelständischen Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen melden erneut eine positive Geschäftslage und beurteilen diese zunehmend mit gut (54%; vormals: 45%). 12% der Mittelständler betrachten ihre Situation sogar als sehr gut (vormals: 11%). Unzufrieden zeigt sich lediglich jeder zwanzigste Befragte (5%), nachdem dies vor einem halben Jahr auf 8% der Mittelständler zutraf. Was die Geschäftsaussichten betrifft, so erwartet die Mehrheit für die kommenden Monate keine Veränderung (60%; vormals: 53%). Mehr als jeder dritte mittelständische Unternehmer blickt optimistisch in die Zukunft (36%; vormals 42%). Lediglich 4% befürchten eine Verschlechterung ihrer geschäftlichen Situation (vormals: 5%).

Die Betrachtung der einzelnen Branchen zeigt eine unterschiedliche Entwicklung: Nach der Eintrübung im Bau- und Ausbaugewerbe zu Jahresbeginn ist dort aktuell der größte Stimmungszuwachs festzustellen. Hier legt der Index 6,1 Zähler auf 116,2 Punkte zu, den höchsten Stand aller Zeiten. Selbst der lange am Boden liegende Wohnungsbau zeigte zuletzt eine deutliche Aufwärtsbewegung. Die Auftragseingänge im ersten Halbjahr erreichten den höchsten Stand seit 2004. Auch im Verarbeitenden Gewerbe klettert das Stimmungsbarometer mit 115,7 Punkten auf einen neuen Spitzenwert. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum und die damit verbundenen Sparprogramme haben die exportorientierten Unternehmen bisher kaum belastet. Schwächen bei den Exporten in die Euro-Peripherie konnten durch die kräftige Nachfrage aus den Schwellenländern ausgeglichen werden. Im Handel und bei den Dienstleistern sind die Stimmungsindizes hingegen zurückgegangen, was in erster Linie auf die gesunkenen Geschäftserwartungen zurückzuführen ist.

Arbeitsmarkt zieht weiter an

Der Mittelstand treibt die gute Arbeitsmarktentwicklung im Rheinland und in Westfalen weiter voran. Aktuell erhöhte mehr als jedes dritte Unternehmen (36%) seinen Personalbestand, nachdem dies in der letzten Umfrage 27% der Befragten umgesetzt hatten. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe ist die Zahl der Mitarbeiter einstellenden Unternehmen stark gestiegen. Branchenübergreifend 6% der Mittelständler reduzierten ihre Beschäftigtenzahl (vormals 9%). Die Personalplanungen spiegeln eine weiterhin positive Tendenz wider. Nach wie vor jeder fünfte befragte Mittelständler (20%) will in den kommenden Monaten zusätzliches Personal einstellen. Mit 4% beabsichtigen weniger Unternehmer als zuvor (8%) Personalentlassungen. Die meisten Neueinstellungen erwarten die Dienstleistungsunternehmen. Dort wollen 27% der Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl erhöhen.

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes verschärft jedoch den Arbeiter-/Facharbeitermangel, den mittlerweile jedes dritte Unternehmen spürt (33%; vormals 25%). Darunter leiden vor allem die Investitionsgüterbetriebe sowie das Bau- und Ausbaugewerbe.

Rege Investitionsnachfrage

Die Investitionsnachfrage der Mittelständler zieht erneut an. Nachdem zuletzt 27% der Unternehmer mehr investierten, realisiert dies aktuell jeder Dritte (32%). Ähnlich viele Befragte wie vor sechs Monaten fuhren ihre Investitionen zurück (13%; vormals: 14%). Die Investitionstätigkeit hat sich insbesondere bei den zum Verarbeitenden Gewerbe zählenden Investitionsgüterbetrieben verbessert. Insgesamt ersetzen die investierenden Unternehmen überwiegend (60%) bestehende Anlagen. Die Zahl der Firmen mit Erweiterungsinvestitionen legte leicht zu: von 26% auf 28%.

In den kommenden Monaten will die Mehrheit der Unternehmen ihr Investitionsvorhaben nicht verändern (58%; vormals 55%). Annähernd ein Viertel der befragten Unternehmen (23%; vormals 26%) plant, die Investitionsausgaben aufzustocken, während 19% (vormals 18%) diese kürzen wollen. Dabei haben sich die Investitionsschwerpunkte so gut wie nicht verändert. Erneut planen 58% Ersatz- und 28% Erweiterungsinvestitionen. 14% setzten Rationalisierungsvorhaben auf die Agenda (vormals 15%).

Eigenkapitalquoten gestiegen

Die Eigenkapitalausstattung des Mittelstands hat sich weiter verbessert. So ist der Anteil der Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 30% auf 41% gestiegen (vormals 34%). „Die Unternehmen haben den wirtschaftlichen Aufschwung genutzt, um ihre Eigenkapitalausstattung zu verbessern“, stellt Löcker fest. „Aufgrund einer unverändert guten Liquiditätsausstattung sind die Unternehmen für eine sich abzeichnende Konjunktureintrübung gut gerüstet.“ Insgesamt jedes fünfte Unternehmen (20%) verfügt über eine Eigenkapitalquote zwischen 20% und 30%. Rückläufig ist mit 21% die Zahl der Mittelständler, die eine Quote zwischen 10% und 20% aufweisen (vormals 26%). Eine Eigenkapitalquote von unter 10% weisen aktuell 18% der Mittelständler aus. Vor allem die Verbrauchs- und Gebrauchsgüterindustrie (35% bzw. 26%) besitzt ein geringes Eigenkapitalpolster.

In den kommenden Monaten wollen insgesamt 41% der mittelständischen Unternehmen ihr Eigenkapital aufstocken. Dies soll vorwiegend durch Zuführungen aus dem Gewinn geschehen.

Rohstoff- und Materialkosten sind größtes Problem

Die stark gestiegenen Rohstoff- und Materialkosten stellen derzeit das größte Problem für die mittelständischen Unternehmen dar. Dies beklagt annähernd jeder zweite Mittelständler (46%; vormals 32%). Das Verarbeitende Gewerbe und darunter vorrangig die Vorleistungsgüterbetriebe haben besonders mit den hohen Rohstoffkosten zu kämpfen. Zum Problemfeld Nummer zwei haben sich inzwischen die hohen bürokratischen Auflagen entwickelt, die mehr als jeder dritte Unternehmer als belastend empfindet (35%). Eine ähnlich hohe Zahl (34%) hält den verschärften Wettbewerb für problematisch. Keine wesentliche negative Rolle spielen die Finanzierungsbedingungen für die Mittelständler. Lediglich 8% bezeichnen sie als schwierig (vormals 13%).

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    Die WGZ BANK ist die genossenschaftliche Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen sowie Geschäfts- und Handelsbank. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die WGZ BANK, ihre Tochtergesellschaften und den genossenschaftlichen FinanzVerbund.

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