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RE:Wichtigste Erkenntnisse beim Business Performance Index

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Antwort von Diplom Oekonom Peter Burghardt , techconsult GmbH | 13.1.2012, 11:27:59
Durch diese langfristig angelegte Analyse haben wir generell herausgefunden, wie eng der Zusammenhang ist zwischen Prozessleistungsfähigkeit, IT-Unterstützung und Unternehmenserfolg, das heisst:
• Der Unternehmenserfolg korreliert positiv mit dem BPI
• Der BPI korreliert positiv mit dem Grad der IT-Unterstützung
Auf einen kurzen Nenner gebracht, bedeutet das: IT-Investitionen lohnen sich, wenn sie die Ausführungsqualität der relevanten Prozesse und damit den Unternehmenserfolg verbessern. Das gilt für beide untersuchten Branchen. Zu den beiden Branchen kann u.a. folgendes festgestellt werden:

A) Fertigungsindustrie
Die mittelständische Fertigungsindustrie erreicht 2010 einen BPI-Wert von 71/100
für die Region D/A/CH. Die Zufriedenheit mit der Umsetzung von Prozess- Geschäftsanforderungen in Relation zur Relevanz für Unternehmen liegt auf einem akzeptablen Niveau, im oberen Drittel der Skala.

Die Differenzierung des BPI-Wertes nach Subbranchen, Unternehmensbereichen und Größenklassen zeigt ein heterogenes Bild. So erzielt die Metallindustrie das beste Ergebnis und die Holz/Möbelindustrie das schlechteste. Branchenübergreifend sind die Produktentwicklung und der Service als Geschäftsfeld die Problemzonen der mittelständischen Fertigungsindustrie, Verkauf/Marketing scheinen indes gut zu funktionieren.

In einer differenzierten Betrachtung der Fertigungstypen ist offensichtlich, dass neben dem BPI-Wert auch alle weiteren Performance Indikatoren bei Serien- und Mischfertigern durchweg höher liegen, als dies bei Variantenfertigern und Projektfertigern bzw. Anlagenbauern der Fall ist. Der BPI Größenklassenvergleich zeigt Gewinner und Verlierer auf verhältnismäßig hohem Niveau. Übergreifend lässt sich festhalten, dass Unternehmen am unteren Rand des Mittelstands der Fertigungsindustrie auf sichtbar schlechtere Ergebniswerte kommen. Die Größenklasse 20 bis 99 kann nicht mit dem durchschnittlichen BPI-Wert der Fertigungsindustrie mithalten. Die besten Ergebnisse konnten Unternehmen ab der Mitarbeiterzahl 500 erzielen.

Als größte Herausforderung für die Zukunft wird die Beschaffung und das Halten von qualifiziertem Personal gesehen, gerade der Mittelstand hat hier eine Riesenherausforderung im „Krieg um die Talente“. Erstaunlich ist dabei, dass das Personalwesen gerade in diesen Tätigkeiten keine Unterstützung in ihren Prozessen erfährt, weder über innovative IT-Lösungen noch über den generellen ITUnterstützungsgrad. Hier gilt: Problem erkannt, Gefahr noch lange nicht gebannt!

B) Dienstleistung
Das mittelständische Dienstleistungssegment erreicht 2011 einen BPI-Wert von 68/100 für die Region D/A/CH. Die Zufriedenheit mit der Umsetzung von Prozess-
Geschäftsanforderungen in Relation zur Relevanz für Unternehmen liegt also ebenfalls auf einem passablen Niveau, im oberen Drittel der Skala.

Die Differenzierung des BPI-Wertes nach Subbranchen und Unternehmensbereichen zeigt ein heterogenes Bild. So erzielt die technische Planung und Beratung das beste Ergebnis und Forschung und Entwicklung das schlechteste. Generelle Problemzonen sind bspw. Produkt-/Serviceentwicklung, Lieferanten- und Lagermanagement sowie in Teilen Vertrieb & Marketing für die zum Dienstleistungssektor zu zählenden Subbranchen.

Innerhalb der BPI-Messung besonders positiv aufgefallen ist neben der techn. Planung und Beratung auch das Gastgewerbe, in dem diese Problemzonen kaum existent sind. Neben zufriedenstellenden Ergebnissen wie bspw. für den Unternehmensbereich Personalwesen im Immobilien-Sektor und die Serviceerbringung im Bereich Forschung und Entwicklung, gibt es auch Schattenseiten in anderen Subsegmenten. Besonders auffallend sind dahingehend die geringen BPI-Werte für das Vertragsmanagement im Immobilien-Sektor und das Lagermanagement im Fall der Transport und Logistik Unternehmen – beides sind segmentspezifisch geprägte Tätigkeitsfelder mit hoher Relevanz. In diesen Bewreichen gilt es für die Unternehmen tätig zu werden, Probleme zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen um die Performance zu erhöhen.

Der BPI Größenklassenvergleich zeigt Gewinner und Verlierer. Unternehmen unterhalb von 100 Mitarbeitern und oberhalb von 1000 Mitarbeitern schlagen sich insgesamt etwas besser im BPI-Wettbewerbsvergleich als Unternehmen im definierten Mittelfeld. Die Klasse 100-499 Mitarbeiter kämpft den Ergebnissen zufolge am stärksten mit heterogenen Strukturen. Als größte Herausforderung der Zukunft wird subbranchenübergreifend die Kostensenkung angegeben. Auf Platz zwei steht die Personalakquise und somit der gesamte Prozess der Identifikation, Bewertung und Auswahl adäquater Mitarbeiter
 
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