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Mobile Usability - Professor Dr. Thomas Ritz zu Status Quo, Schwerpunkten und Möglichkeiten von Mobiler Nutzbarkeit
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Beschreibung
- Beschreiben Sie zunächst Ihre Forschungsschwerpunkte und wie diese Forschung aussieht.
- Welche Parameter umfasst das Thema "Mobile Usability" aus Ihrer Sicht?
- Welches sind die häufigsten Usability-Fehler, auf die Sie stoßen? Inwiefern beeinträchtigen sie die Arbeit, vor allem für Business-Nutzer?
- Welche Hilfestellung können Sie Unternehmen geben, die Ihre mobilen Mitarbeiter möglichst effizient arbeiten lassen wollen?
Der Forschungsschwerpunkt des m2c-lab liegt auf „Informationslogistik“. Dieser Schwerpunkt umfasst bei uns insbesondere die mobilen Anwendungen, also Anwendungen für Menschen, die nicht an einem festen Standort arbeiten oder mobil unterhalten werden wollen. Ein anderer Schwerpunkt liegt im Usability Engineering, also der Sicherstellung der „Gebrauchstauglichkeit“ und damit eng verbunden der Interaktion (etwa Touch/Multitouch, Navigation durch Informationsräume etc.). Daraus sind auch Forschungen entstanden, die sich mit „mobilen Menschen“ befassen, nicht aber mit mobilen Endgeräten. Wir beschäftigen uns zum Beispiel mit intelligenten Schaufenstern oder intelligenten Verkaufstischen in Warenhäusern oder auch der Interaktion mit dem Internet direkt im Auto.
Man muss erst mal verstehen, was „mobile Anwendungen“ besonders macht. Die Studenten lachen oft, wenn ich sage, dass es in erster Linie bedeutet, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die nicht an einen festen Standort gebunden sind. Damit geht aber einiges einher. Es verändern sich Umgebungsvariablen, wie Licht und Umgebungsgeräusche, aber auch technische Parameter wie die Verfügbarkeit und die Bandbreite von Netzwerken. Weiterhin ist die Aufmerksamkeit, die man einer mobilen IT-Applikation schenken kann, eher limitiert im Vergleich zu Desktop-Anwendungen. Das berühmte Navigationssystem macht dies klar. Dem kann man eben nicht viel Aufmerksamkeit schenken, denn man soll ja Auto fahren. Genauso verhält es sich etwa mit dem mobilen Vertriebsmitarbeiter. Er soll sich ja weiterhin auf den Kunden und das Kundengespräch konzentrieren und nicht vornehmlich ein mobiles Vertriebsterminal verwenden. Haben wir dies erfasst wird klar, dass um eine hohes Maß an Usability zu erreichen, ein für den Kontext geeignetes Endgerät verwendet werden muss, auf dem eine auf die im Kontext herrschenden Kundenanforderungen angepasste Applikation läuft. Und bezüglich der Daten muss entschieden werden, ob diese online geholt werden mit dem Risiko, dass kein Netz zur Verfügung steht oder die Informationen auf dem Gerät gehalten werden, was die bekannten Probleme von redundanten Daten mit sich bringt. Erst wenn diese, zugegebenermaßen einfach klingenden, Parameter beachtet werden, können wir mit alltagstauglichen mobilen Anwendungen rechnen.
Der häufigste Fehler bei mobilen Anwendungen besteht darin, bewährte Strukturen, etwa von Büroanwendungen, einfach in die „mobile Welt“ zu übertragen. Dabei werden insbesondere die eben besprochenen Parameter und die damit beschriebenen Besonderheiten von mobilen Applikationen oft vernachlässigt. Als Resultat werden mobile Anwendungen dann häufig von den Anwendern als Stressfaktor oder zumindest als fehleranfällig empfunden, was für die wichtige Akzeptanz der Anwendung natürlich kontraproduktiv ist. Sie sollten mal beobachten, wie Menschen mit Ihren mobilen Begleitern kämpfen, das sagt alles. Ohne die Akzeptanz können aber die erwarteten Nutzen der Anwendungen nicht erzielt werden.
Wir können den Kunden über den gesamten Entwicklungs- und Nutzungsprozess einer mobilen Applikation begleiten. Je eher wir in solche Projekte einsteigen, je besser können wir die oben genannten Anforderungen im Projekt sicher verorten. Häufig werden wir leider erst als die Feuerwehr dazu geholt, wenn das mobile Projekt eben nicht so funktioniert wie geplant. Unsere Leistungen setzen da ganz vorne im Prozess an. Bereits bei der Anforderungsermittlung können wir wichtigen Input liefern. Auch wenn Unternehmen zweifeln, ob mobile Anwendungen für ihr Unternehmen das Richtige sind, können wir durch eigene Kosten-/ Nutzenansätze oder auch durch die Erstellung von einfachsten und kostengünstigen Prototypen dafür sorgen, dass eine größere Investitionssicherheit herrscht. Sind die Anforderungen definiert, können wir die Architektur eines Systems festlegen oder dabei unterstützen. Wir entwickeln selber mobile Lösungen auf allen bekannten Plattformen (iPhone, Windows (Mobile), Android etc.) und führen sowohl für selbstentwickelte als auch für fremdentwickelte Anwendungen Tests durch. Dabei kann dann unser mobiles Usability Labor samt Eyetracker zum Einsatz kommen. Oft sind es aber eher die einfachen Methoden, die hier schnell und kostengünstig dramatische Verbesserungen der mobilen Anwendung zu Tage fördern. Will der Kunde alles aus unserer Hand, dann kommt unsere Methode der „Benutzerzentrierten Entwicklung von mobiler Unternehmenssoftware“ zum Einsatz, eine Kombination aus Usability Engineering und Extreme Programming. Will der Kunde uns nur als kleinen Baustein, richten wir auch Workshops aus und führen kleinere Schulungseinheiten durch. Eben auch hier „User Centered“ ….
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