Alternative Geldanlage: Mikrofinanzfonds versprechen stetige Renditen
Auszug aus "Portfolio Journal 01/2012"Alternative Geldanlage: Mikrofinanzfonds versprechen stetige Renditen
Mikroinanzfonds versprechen Altruisten und Investoren so etwas wie die Quadratur des Kreises: Geld verdienen und etwas Gutes tun, indem man Menschen in Entwicklungsländern Kredite zur Verfügung stellt. Die sollen als Anschubinanzierung für ein besseres Leben genutzt werden – was meistens funktioniert.
Muhammad Yunus war den meisten Deutschen bis 2006 kein Begriff, genauso wenig wie seine bahnbrechende Idee: „Investieren statt spenden.“ In seiner Heimat Bangladesch ist der Mann mit den wehenden, weißen Haaren eine Berühmtheit – seitdem er vor knapp sechs Jahren den Friedensnobelpreis bekam, ist der Visionär auch international bekannt.
Das Problem, das Yunus anpackte, ist durchaus als elementar zu bezeichnen. Viele Menschen in Bangladesch hatten keinen Zugang zu einigermaßen bezahlbaren Krediten und landeten in den Fängen von Kredithaien – und das alles bei dem Versuch, sich aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien. Wer arm war, der blieb meist auch arm. Über 500 Millionen Menschen geht es nach Angaben von Weltbank und Uno so.
Yunus gründete deswegen 1976 in seiner Heimat die Grameen Bank, die sich auf Kleinstkredite spezialisierte, was ihm nach Oslo führen sollte. Das Prinzip ist einfach:Die Bank stellt Durchschnittsbürgern Mikrofinanzierungen zur Verfügung. Eine Frau, die niemals an einen Kredit bei einem normalen Kreditinstitut gekommen wäre, erhält beispielsweise umgerechnet 50 Euro. Mit dem Geld kauft sie eine Nähmaschine und produziert Kleidung. Oder sie verkauft Telefonkarten in einem eigenen Laden. Oder sie investiert in Saatgut und Dünger oder Werkzeuge.
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Quelle: PortfolioJournal 01/2012
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