Letztendlich entscheidet der Investor, was mit seinem Geld passiert. Ich denke, hier ist ein Umdenkungsprozess im Gange und die Anleger kommen langsam weg von der Eindimensionalität der Rendite. Nur Finanzrendite zu erzielen wollen ist eintönig und hat in den letzten Jahren nie funktioniert. Neben der Finanzrendite kommt immer mehr das Thema Umwelt- und Sozialrendite auf. Fragestellungen wie, welchen Beitrag kann mein Geld leisten, um gegen den Klimawandel anzugehen oder wie viele Arbeitsplätze werden mit meinem Geld erhalten oder geschaffen, rücken zunehmend in den Fokus der Investoren.
Hier hat natürlich auch der Staat eine Vorbildfunktion. Das FNG ist dabei sehr aktiv, um mehr Nachhaltigkeitsstandards in Anlagekriterien zu integrieren. Weiterhin versuchen wir, Nachhaltigkeit als Anlagemotiv zu etablieren. Somit müssten die Finanzdienstleister dies auch bei der Produktauswahl für den Kunden berücksichtigen – und automatisch mehr Aufmerksamkeit erzielen.